Boxenstopp an der Herner Straße will zur kulinarischen Pause animieren

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Eigentlich sollte der „Boxenstopp“ eher eröffnen. Jetzt gehts am 8. Juni los. „Karin‘s Imbiss“ war gestern. Pierre Scheeper setzt auch auf kleine Events an der Herner Straße.

Castrop

, 04.06.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jetzt aber aufs Gaspedal: Die Zielflagge ist zum Greifen oder besser zum Schmecken nah. Es geht los am und im „Boxenstopp“. Jenem Imbiss auf dem Gelände des Autohauses Kampe an der Herner Straße, der als „Karin’s Imbiss“ Kult-Charakter genoss auf der Pommes-Allee im Zuge des Westrings. Eröffnung ist am Montag, 8. Juni.

Noch ist nicht alles komplett. Aber wird bis zu Eröffnung des Boxenstopps

Noch ist nicht alles komplett. Aber wird bis zu Eröffnung des Boxenstopps © Schlehenkamp

Die Bude ist schon blitzblank. Und von Grund auf saniert. Mehr als 300 Arbeitsstunden hat sich der Seniorchef des Autohauses, Bernhard Kampe, den alle nur Bernd nennen, dafür den Buckel krumm und die Hände schmutzig gemacht. Hat ein bisschen länger gedauert als eigentlich geplant, nachdem Pierre Schaaper seinen Feinkost- und Weinladen in den ehemaligen Ausstellungsräumen des Autohauses Kampe Mitte Januar dieses Jahres eröffnet hatte. Aber was taugen schon Pläne in den Zeiten von Corona?

Hamburger mit und ohne Fleisch

Jetzt also Vorhang auf – eben auch im Zeichen von „Pierre’s Genusswelt“ für den Boxenstopp. „Mit den ganz besonderen Hamburgern“, zwinkert Kampe beim Termin unserer Redaktion vor Ort ohne mit der Wimper zu zucken. „Mit Fleisch oder eben vegetarisch“, fügt er erklärend hinzu. Dabei ist der bekennende BVB-Fan durchaus den fleischlichen Genüssen zugetan.

Die alten Schilder von Karin's Imbiss hatte Bernd Kampe gebunkert und jetzt wieder aufgehängt

Die alten Schilder von Karin's Imbiss hatte Bernd Kampe gebunkert und jetzt wieder aufgehängt © Schlehenkamp

„Handwerkliches alles selber gemacht“, betont Mieter und Betreiber Pierre Scheeper. Als da sind als Markenzeichen des Hamburgers „mit“: 200 Gramm Rindfleisch, die bezogen werden von Metzgermeister Willi Bols von der Bochumer Straße in Obercastrop. Auch die Brötchen, versichert Scheeper, kämen aus einer Bäckerei, die im Dunstkreis von fünf Kilometern beheimatet sei.

„Zusammenhalt in der Region“

„Wenn wir eines in dieser Corona-Zeit gelernt haben, ist es das, dass wir uns hier in der Region unterstützen und zusammenhalten“, verdeutlicht er auch ein Stückchen Philosophie. An der er gern noch weitergestrickt. Er möchte den Standort an der Herner Straße zielgerichtet beleben, etwa mit kleinen Events. „So weit natürlich, wie es die Corona-Zeit zulässt“, sagt er.

Alles neu macht der Mai - in diesem Fall im Wesentlichen Bernd Kampe für den Boxenstopp am Westring.

Alles neu macht der Mai - in diesem Fall im Wesentlichen Bernd Kampe für den Boxenstopp am Westring. © Schlehenkamp

Er denkt da an Wochenend-Events, ab und zu auch mit Live-Cooking, wobei er seine Erfahrungen und Kenntnisse in und aus der Sterne-Küche weitergeben möchte. Schließlich wolle man auch ein bisschen Freude machen. Sein Team für den Boxenstopp hat er zusammen, Aushilfskräfte sind noch willkommen. Öffnen soll der Boxenstopp montags bis sonntags von 11 bis 20 Uhr. Und was ist mit Pommes-Schranke?

„Eine kulinarische Feierabend-Kulisse“

Werde es ganz sicher geben, versichert Schaaper. Auch die Currywurst stamme von einem hiesigen Metzger. Die verschiedenen Soßen seien allesamt seine eigenen Kreationen. Nur Salat und Käse, diese unerlässlichen Details für die Gabel, kaufe er hinzu. „Wir würden uns riesig freuen, wenn wir hier eine kleine kulinarische Feierabend-Kulisse hinkriegten“, sagt er. Frische Waffeln solle es als Dessert an jedem Tag geben.

Freude über Lob vom Bürgermeister

Und wie hat sich die „Genusswelt“ seit der Eröffnung im Januar gemacht? „Schleppend“, sagt Scheeper knapp. Dass es Zeit brauche, sei ihm aber von Anfang an klar gewesen. Übers Lob von Bürgermeister Rajko Kravanja die Tage bei Facebook in der Castroper Gruppe habe er sich jedenfalls sehr gefreut. Und was fehlt jetzt noch? Der Spuckschutz ist noch nicht komplett, die Hocker kommen bis zur Eröffnung, ist er sich sicher. Und dann natürlich die Kunden.

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