Schweigt weiter: Der Angeklagte (r.) neben Verteidiger Artur Jakobi. © Jörn Hartwich
Landgericht Essen

Burger-King-Raub: Die Beweislage bleibt dünn

Vor vier Jahren soll ein Mann aus Castrop-Rauxel eine Burger-King-Filiale in Recklinghausen überfallen haben. Viel haben die Ermittler gegen ihn allerdings nicht in der Hand.

Die Beweislage ist dünn, trotzdem kann der Angeklagte noch nicht aufatmen. Im Prozess um einen Überfall auf eine Burger-King-Filiale in Recklinghausen ist am Mittwoch bekannt geworden, dass der 33-Jährige aus Castrop-Rauxel möglicherweise sogar mit einem Aufschlag rechnen muss.

Alte Strafe noch offen

Hintergrund ist ein Urteil vom Amtsgericht Münster aus 2017. Damals war eine Strafe gegen den Angeklagten von 21 Monaten Haft auf Bewährung verhängt worden. Der Angeklagte hatte einen Drogendealer überfallen. Sollte er im aktuellen Prozess am Essener Landgericht nun ebenfalls verurteilt werden, müsste diese Strafe nachträglich mit einbezogen werden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 33-Jährigen vor, in der Nacht auf den 26. November 2016 die Recklinghäuser Burger-King-Filiale am Dordrechtring überfallen und rund 7300 Euro erbeutet zu haben. Er selbst bestreitet das, will sich im Prozess aber nicht weiter äußern.

Zeuge erschien nicht

DNA-Spuren sind am Tatort nicht gefunden worden. Auch die Aufzeichnungen der Überwachungskamera sind keine Hilfe. Was die Ermittler allerdings haben, sind Hinweise aus dem Umfeld des Angeklagten. Einer der Zeugen, ein Mann aus dem Obdachlosen-Milieu, könnte möglicherweise mehr sagen. Er ist am Mittwoch jedoch nicht erschienen. Auch der Versuch, den Mann von der Polizei abholen zu lassen, schlug fehl. Der Prozess wird fortgesetzt.

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