Hauptbahnhof

Bundespolizei kontrolliert 47-Jährigen: Jetzt sitzt er für 134 Tage ein

Das gehört in die Rubrik „dumm gelaufen“. Im Hauptbahnhof kontrollierte die Bundespolizei jetzt einen Castrop-Rauxeler. Mit bösem Ende für ihn: Er wurde gesucht. Jetzt sitzt er in Haft.
Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Verkehr, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz: die Bundespolizei hat am Flughafen einen gesuchten Straftäter festgenommen. © picture alliance/dpa

Einen 47-jährigen Mann aus Castrop-Rauxel nahmen Einsatzkräfte der Bundespolizei am Sonntagnachmittag (4. Oktober) im Hauptbahnhof an der Bahnhofstraße in Rauxel fest.

Wie die Pressestelle der Bundespolizei in Sankt Augustin am Montag berichtete, wollten Einsatzkräfte der unter anderem für Bahnhöfe und Flughäfen zuständigen Bundespolizei gegen 14.30 Uhr den Mann im Bahnhof routinemäßig kontrollieren.

Dabei stellte sich zum Erstaunen der Polizisten heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl des Amtsgerichts in Dortmund vorlag.

Veruntreuung von Arbeitsentgelten

Dieses hatte den Castrop-Rauxeler im April 2019 wegen Insolvenzverschleppung und des Vorenthaltens und der Veruntreuung von Arbeitsentgelten in insgesamt zwölf Fällen zu einer Geldstrafe von 1876 Euro verurteilt.

Das Geld hat er nie bezahlt und so hatte das Amtsgericht schließlich Haftbefehl gegen ihn erlassen. Weil er den geforderten Betrag auch jetzt immer noch nicht zahlen konnte, wurde der Mann nun nach Vernehmung und Feststellung der Umstände in die Justizvollzugsanstalt in Bochum eingeliefert.

Dort wird er zur Abgeltung der auferlegten Geldstrafe nach Auskunft der Bundespolizei-Pressestelle nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von immerhin 134 Tagen verbringen müssen. Macht umgerechnet 14 Euro pro Tag aus.

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