Der Angeklagte aus Castrop-Rauxel im Landgericht Bochum an der Seite seines Verteidigers Christoph Pindur. © Jörn Hartwich
Landgericht Bochum

Brandanschlag aus Rache? Mann aus Castrop-Rauxel droht die Psychiatrie

Ein Brandanschlag, eine Messerattacke und ein Angriff auf Polizisten könnten für einen Castrop-Rauxeler empfindliche Folgen haben – es droht eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie.

Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag bei einem Nebenbuhler droht einem 34-jährigen Mann aus Castrop-Rauxel jetzt sogar konkret eine Zwangseinweisung in die geschlossene Psychiatrie. Voraussichtlich am 7. Januar 2021 wollen die Richter am Bochumer Landgericht ein Urteil verkünden.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am 6. Mai 2020 in die Wohnung eines vermeintlichen Nebenbuhlers in Recklinghausen eingebrochen zu sein und dort gezielt das Bett angezündet zu haben. Bei dem Feuer in dem Mehrfamilienhaus war niemand verletzt worden. Die Feuerwehr war seinerzeit schnell vor Ort.

34-Jähriger wollte Sache „unter Männern“ klären

Von einer Rache-Aktion will der Castop-Rauxeler allerdings überhaupt nichts wissen. Der 34-Jährige räumte ein, in der Wohnung seines Ex-Kumpels gewesen zu sein, aber nur, um die Sache „unter Männern“ zu klären. Dann will er aber leider mit einer brennenden Zigarette in der Hand eingeschlafen sein.

Neben der mutmaßlichen Brandlegung geht es im Prozess auch noch um einen Messerangriff und um Gewalt gegen Polizisten. Auch in diesen Punkten will der Angeklagte aber völlig unschuldig sein. Die Richter wollen nun ein Gutachten zur Frage der Schuldfähigkeit einholen.

Sollte der 34-Jährige mit Blick auf mögliche weitere Straftaten als Gefahr für die Allgemeinheit eingestuft werden, könnte er auf unbestimmte Zeit in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden.

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