Benefiz-Konzert mit bekannter Castrop-Rauxeler Band kam aus der Kirche

Im Videostream

Die Zeit, Musik live zu genießen, ist noch nicht wieder angebrochen. In Obercastrop nutzte man aber sein durch Corona aufgebautes Know-How für einen einzigartigen Konzert-Livestream aus der Kirche.

Castrop-Rauxel

, 23.03.2021, 15:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Band Sundayclub spielte ein Video-Konzert in der Elisabeth-Kirche.

Die Band Sundayclub spielte ein Video-Konzert in der Elisabeth-Kirche. © Tobias Weckenbrock

Es geht! Anders. Unter diesem Motto steht in diesem Jahr die Misereor Fastenaktion der katholischen Kirche in Deutschland. Das Motto hat die Castrop-Rauxeler Coverband Sundayclub und die St.-Elisabeth-Gemeinde am Sonntag (21.3.) aufgegriffen. Mit ihrer Erfahrung aus über 50 Livestream-Gottesdiensten in der Corona-Pandemie veranstaltete man diesmal ein Streaming-Konzert, zu finden im Youtube-Kanal von Stefan Kruppa.

Aus der Kirche wurde es mit den Musikern übertragen. Band und Gemeinde baten die Zuschauer um eine Spende für das Misereor Hilfswerk. „Wir streamen hier aus St. Elisabeth schon fast ein Jahr jeden Sonntag die Messe über YouTube. Das hat sich hier gut etabliert“, sagt Stefan Kruppa, der das zusammen mit Martin Trottenberg aus Obercastrop auf die Beine stellt. Im Durchschnitt feiern mehr als 100 Gläubige die Messe sonntags von zu Hause aus mit.

Technik immer weiter entwickelt

„Die Technik haben wir im Laufe der Zeit weiterentwickelt“, sagt Kruppa – und dann habe man sich gefragt, was man noch damit machen könnte. „So sind wir auf die Idee mit dem Konzert gekommen. Denn Martin, der für den guten Ton bei der Übertragung sorgt, ist auch der Bassist der Band Sundayclub“, erzählt Kruppa.

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Die bekannte Band, die nicht das erste Mal bei einer Benefizveranstaltung auftrat, spielte in kleinerer Besetzung und präsentierte leisere Songs als sonst aus ihrem Repertoire – eben der Umgebung einer Kirche angepasst. Das Konzert, das mit „Ich bin wieder hier“ von Westernhagen begann, lief etwa eine Stunde. In der Spitze waren 90 Zuschauer dabei. Kruppa führte Live-Regie mit vier Kameras.

„Publikum, das wir nicht sehen“

„Wir spielen vor Publikum, das wir nicht sehen, denn die Kirche wird leer sein“, hatte Martin Trottenberg im Vorfeld gesagt. In der Kirche selbst war es auch recht still: Es gab keine Boxen auf, sondern nur In-Ear-Kopfhörer für die Musiker, die sich aus der Musikanlage selbst spielen hörten.

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„Wir haben uns sehr gefreut, endlich wieder spielen zu können“, so Trottenberg. Die Kirche bot dafür reichlich Platz, die Corona-Regeln und genügend Abstand einzuhalten.

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