Baustellen sorgen für manchen Ärger in Castrop-Rauxel

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An vielen Stellen in der Stadt gibt es Baustellen. Wir geben hier einen Überblick über wichtige Bauvorhaben in Sachen Hoch- und Tiefbau, den Stand der Dinge, Zeitplanung und die Aussichten.

Castrop-Rauxel

, 16.11.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Baustellen sind in einer Stadt ja eigentlich ein gutes Zeichen. Sie stehen für Entwicklung, für Veränderung, für Verbesserung. Aber Baustellen stehen während der Zeit, in denen Menschen damit leben müssen, natürlich auch für Komplikationen, für Lärm, für Verkehrsbehinderungen.

Derzeit tut sich in der Stadt Castrop-Rauxel sehr viel in Sachen Baustellen. Das gilt für den Hoch- wie für den Tiefbau. Ein Überblick:

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Seit Jahren schon beherrschen die Baustellen der Emschergenossenschaft das Bild im Norden der Stadt im unmittelbaren Emscher-Umfeld, aber auch an vielen Nebenläufen des Emschersystems wie etwa am Landwehrbach, der derzeit sowohl von der Emschergenossenschaft wie vom Stadtbetrieb EUV umgebaut wird.

Das Gesamtsystem der neuen Entwässerung mitsamt aller Pumpwerke soll gegen Ende 2021 in Betrieb gehen, dann wird die Emscher auf der ganzen Länge abwasserfrei sein, heißt es von der Emschergenossenschaft.

Die Abwässer von gut 2,2 Millionen Einwohnern und allen Gewerbebetrieben werden dann durch den Kanal geleitet. Eine naturnahe Umgestaltung soll anschließend bis 2027 abgeschlossen sein. Das dauert also noch.

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Seit Wochen wird mit zum Teil großem Lärm im Bereich der Habinghorster Straße gegenüber vom Stadtmittelpunkt gebaut. Zwischen Evangelischem Krankenhaus und B235 in Castrop-Rauxel entsteht der sogenannte Gesundheitscampus mit einem Investitionsvolumen von 50 Millionen Euro. Fertig sein soll er bis April 2022, wenn die aktuelle Zeitplanung sich als angemessen herausstellt. Damit einher gehen 220 bis 250 neue Arbeitsplätze.

Die Baustelle hat einige Wochen gerade im näheren Umfeld durch laute Rammarbeiten für Unmut gesorgt. Die Zeit scheint vorbei, der Bau schreitet gut voran.

Und noch viel mehr Baustellen

Ebenfalls gut voran geht es dem Vernehmen nach mit dem Bildungscampus an der Widumer Straße. Der Neubau an der Ecke Widumer Straße/Schillerstraße direkt neben dem kleinen Lehrerparkplatz des Adalbert-Stifter-Gymnasiums wächst seit Anfang des Jahres in die Höhe.

2,5 Millionen Euro werden hier jetzt für einen weiteren Bauabschnitt des Widumer-Tor-Projekts investiert. Wenn der anvisierte Zeitplan eingehalten werden kann, könnte das Callo-Haus-Team Anfang des Jahres 2021 hier einziehen.

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Für viel Unmut sorgt die Dauerbaustelle von EUV und anderen Versorgungsunternehmen an der Römerstraße. Die Baustelle im Teilabschnitt zwischen B235 und Wartburgstraße wird mindestens noch bis Ende Dezember bestehen bleiben. Erst jetzt, so der EUV, konnte man nach einigen Verzögerungen an die Herstellung von Gehwegen und der neuen Fahrbahndecke gehen.

Hinzu kommen ab Montag, 16. November, bis voraussichtlich Freitag, 20. November, Vollsperrungen der Schulstraße vor der Einmündung in die Bahnhofstraße sowie der Nordstraße vor der Einmündung in die Römerstraße.

An beiden Stellen werden laut Stadtverwaltung Tiefbauarbeiten durchgeführt zur Verlegung von Schutzrohren für Glasfaserleitungen.

Gehwege werden jetzt saniert

Schließlich laufen noch die Gehwegsanierung an der Zeppelinstraße und auch an der Thomasstraße werden jetzt die Gehwege instand gesetzt. Die Kosten dieses gesamten Maßnahmenpaketes belaufen sich auf rund 490.000 Euro.

Da die vorlaufenden Arbeiten in der Thomasstraße – Erneuerung der Trinkwasserhausanschlüsse – mehr Zeit als ursprünglich geplant in Anspruch genommen haben, stand der Beginn der Arbeiten in der zweiten Novemberwoche auf dem Programm.

An der Thomasstraße werden jetzt die Gehwege neu hergestellt.

An der Thomasstraße werden jetzt die Gehwege neu hergestellt. © Till Meyer

Die Maßnahme soll voraussichtlich bis Ende des Jahres 2020 abgeschlossen sein. Für das Vorhaben muss die Thomasstraße in Teilbereichen für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Fußgänger können die jeweiligen Baustellenbereiche passieren.

Im Zuge der Maßnahme wird an der Einmündung Obere Münsterstraße eine Straßenquerung mit taktilen Elementen eingerichtet.

Da sich die Maßnahme in der Thomasstraße aufgrund der vorlaufenden Arbeiten zeitlich etwas nach hinten verschoben hat, wurde die Gehwegsanierung in der Zeppelinstraße vorgezogen. Diese sollte ursprünglich nach Abschluss der Arbeiten in der Thomasstraße beginnen, startete aber bereits Ende Oktober und soll voraussichtlich nach insgesamt vier Wochen abgeschlossen werden.

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Die nächste Großbaustelle, die Autofahrer beschäftigen wird, steht dann im Frühjahr 2021 an: Dann soll mit der lange angekündigten und dringend nötigen Sanierung der wichtigen Nord-Süd-Verbindung Altstadtring in Castrop und Obercastrop begonnen werden. Der Landesbetrieb Straßen.NRW will dann die Strecke vom Engelsburgplatz bis zur Bochumer Straße und weiter bis zur Karlstraße 88 in Angriff nehmen.

Über Kosten und Dauer der Baumaßnahme waren bisher noch keine Details zu erfahren.

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Erst 2022 könnte dann eventuell auch mit dem Bau des lange erwarteten Pendlerparkplatzes in Henrichenburg begonnen werden. Da sind die rechtlichen Fragen geklärt, soll im kommenden Jahr mit der weiteren intensiven Planungsphase begonnen werden.

Bis zur Fertigstellung müssen sich die Pendler im Norden aber noch gedulden und sich weiter mit der notdürftigen Parkerei am Rand der B235 behelfen.

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