Aufpflasterung an der Christinenstraße in Obercastrop bleibt weiter umstritten

dzVerkehr

Die Aufpflasterung an der Christinenstraße ist auch zwei Monate nach ihrem Einbau umstritten. Es gibt Anwohner, die die Neuerung begrüßen. Aber nach wie vor auch erbitterte Gegner.

Obercastrop

, 21.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über die Verkehrs-Situation im Bereich der Christinen-, Born- und Elisabethstraße rund um die Fahrbahnerhöhung gibt es auch Anfang 2020 noch sehr unterschiedliche Ansichten auch unter den Anliegern und Nachbarn dieses Bereichs.

Zur Erinnerung: Im Oktober hatte der Stadtbetrieb EUV dort zwei Verkehrsinseln entfernt und ersetzte sie durch eine „verkehrsberuhigende“ Anhebung der Fahrbahn auf Höhe des Fußgängerwegs.

Daran hatte es schnell Kritik von einzelnen Anwohnern gegeben. Maria Hildebrand etwa monierte vehement, dass die fehlenden Verkehrsinseln einerseits die Schüler gefährden würden, die unterwegs zur Elisabethschule seien. Auch von einer Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten sei nichts zu bemerken.

Reiner Fuest stieß in das selbe Horn. „Überzeugende Argumente, dass die jetzige Aufpflasterung in Fahrbahnbreite die Schulwegsicherheit der Schulkinder erheblich verbessere als die rückgebauten Querungshilfen, wurden nicht vorgebracht“, argumentierte er im November.

Kritik ist zwei Monate später nicht verstummt

Nun sind seitdem gut zwei Monate ins Land gegangen, an den Ansichten von Maria Hildebrand und Reiner Fuest aber hat sich nichts geändert. Maria Hildebrand gegenüber unserer Redaktion: „Fakt ist: Jedes Kfz fährt mit mehr als den dort erlaubten 30 km/h über den Ersatz-Hügel Christinenstraße. Busse der Bochumer Verkehrsbetriebe setzen auf dem tollen Ersatz für die Verkehrsinseln auf. Lärm, den es zuvor nicht gab.“

Und Peter Fuest fühlt sich in seiner alten Meinung bestätigt: „Anlieger beobachteten, dass wiederholt im Bereich dieser Aufpflasterung sowohl bei den Schulkindern als auch bei Verkehrsteilnehmer teilweise große Unsicherheit besteht, ob diese Fläche als Übergangsweg gedacht ist und damit werden gefährliche Verkehrssituationen erzeugt.“

Udo Behrenspöhler, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Obercastrop Ost, und Thorsten Werth-von Kampen vom EUV, hatten diese Kritik bereits 2019 für unbegründet gehalten.

Und auch jetzt trafen wir bei einem Besuch vor Ort wieder eine unmittelbare Anwohnerin der Aufpflasterung an, die weder von Raserei noch von Lärmzuwachs berichtete. Im Gegenteil: Aus ihrer Sicht sei es noch nie so ruhig vor ihrem Haus gewesen. „Probleme machen nur die Eltern der Elisabethschule, die hier morgens und mittags alles zuparken und so für gefährliche Situationen sorgen.

Der stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende Dirk Starke, mit dem wir über die Verkehrssituation rund um die Schule sprachen, bestätigte, dass die Aufpflasterung und der Abbau der Verkehrsinseln in der Elternschaft der Schule umstritten sei. Auch hier gebe es Stimmen in beide Richtungen.

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