Ein Verkehrsrowdy aus Habinghorst muss für einen Monat seinen Führerschein abgeben. © Jörn Hartwich
Landgericht Bochum

Auf Wildwestfahrt auf der Autobahn folgt wüste Schlägerei an der Abfahrt

Ein Verkehrsrowdy aus Castrop-Rauxel lässt an einer Ampel die Fäuste sprechen - nachdem er davor auf der Autobahn eine „Wildwestfahrt“ hingelegt hat. Vor Gericht kommt er glimpflich davon.

Erst überholt und bremst er riskant auf der Autobahn, dann fliegen an der Ampel die Fäuste: Eine blutige Prügelei an der A42-Abfahrt Herne-Baukau zieht für einen vorbestraften Verkehrsrowdy (36) aus Habinghorst ein einmonatiges Fahrverbot und acht Monate Haft auf Bewährung nach sich. Das ergab jetzt ein Berufungsprozess am Bochumer Landgericht.

Der Bauleiter hatte im August 2018 mit seinem Peugeot auf der A43 einen anderen Autofahrer rechts überholt und danach bis zum Stillstand ausgebremst. Nur mit Glück war es nicht zu einem Crash gekommen.

Angeklagter erlitt sogar Nasenbeinbruch

Nachdem beide Autos weiter- und an der A42-Ausfahrt Herne-Baukau abgefahren waren, hatten sich die Autofahrer unweit der Ampel eine Prügelei geliefert. Der andere Autofahrer war in den Schwitzkasten genommen worden und hatte sich ein blaues Auge zugezogen, der Angeklagte sogar einen Nasenbeinbruch.

Im Prozess vor der 17. Berufungskammer nickte der Castrop-Rauxeler die von ihm provozierte Ausfahrts-Prügelei (anders als noch in erster Instanz) erstmals einsichtig ab. Das Gericht ließ daraufhin Milde walten, sah von einem Führerscheinentzug ab und verhängte „nur“ ein Fahrverbot.

Als spürbare Auflage zu der Bewährungshaftstrafe muss der „Autobahn-Rowdy“ 600 Euro an die Verkehrswacht bezahlen. Das Urteil lautet auf Körperverletzung, Nötigung und Gefährdung des Straßenverkehrs.

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