Corona

Auch Restimpfdosen werden für die Zweitimpfung reserviert

Wer auf eine übrig gebliebene Impfdose spekuliert, kann sich beim Impfzentrum auf eine Reserveliste setzen lassen. Nun werden allerdings auch die Rest-Dosen für Zweitimpfungen reserviert.
Leere Impfdosen stehen symbolisch für die Impfstoff-Knappheit. © picture alliance/dpa

Es gibt schon wieder eine neue Impfregelung: Wegen der aktuellen Impfstoffknappheit dürfen im Impfzentrum des Kreises Recklinghausen im Juni, wie berichtet, nur Zweitimpfungen stattfinden. Neu ist, dass diese Regelung nun auch für Restimpfdosen gilt. Festgelegt ist das im neuesten Erlass des Landes. Die Restimpfdosen dürfen nach Angaben der Kreisverwaltung nur noch dann für Erstimpfungen genutzt werden, wenn sonst der Verwurf droht. Alternativ sollen mit Restdosen Zweitimpfungen vorgezogen werden, die eigentlich zu einem späteren Zeitpunkt im Impfzentrum terminiert sind. Um dies umsetzen zu können, hat der Kreis Recklinghausen nach eigenen Angaben auf seinem Portal eine zweite Restimpfstoff-Registrierung erstellt.

Mindestabstand zwischen Impfterminen muss gewahrt bleiben

Zu beachten sei dabei, erklärte Kreis-Sprecherin Lena Heimers, dass der Mindestabstand, den die Ständige Impfkommission (Stiko) für die Impfung mit den verschiedenen Impfstoffen festgelegt hat, eingehalten werden muss. Bedeutet: Eine vorgezogene Zweitimpfung mit Biontech ist frühestens drei, mit Moderna vier und mit Astrazeneca sechs Wochen nach der Erstimpfung möglich. Wer sich bereits vor diesen Terminen um eine Zweitimpfung bewirbt, könne nicht berücksichtigt werden.

Terminverlegung wegen eines Urlaubs ist nicht möglich

Die Restimpfstoff-Registrierung bietet eine Möglichkeit für eine frühzeitige Impfung, sei aber keine Garantie, betont die Kreisverwaltung. Bürger sollten auf keinen Fall ihren bestehenden Zweitimpftermin stornieren, solange Sie keinen Anruf aus dem Impfzentrum bekommen haben, dass Restimpfdosen zur Verfügung stehen. Eine Verlegung des Zweittermins, zum Beispiel wegen eines anstehenden Urlaubs, sei grundsätzlich nicht möglich.

Die Registrierung für Restimpfstoff muss auch für Zweitimpfungen wöchentlich aufgefrischt werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Personen auf der Liste auch immer noch eine Zweitimpfung benötigen, wenn sie angerufen werden – und diese nicht bereits zwischenzeitlich zum Beispiel in einer Arztpraxis bekommen haben.

Die Einladung kann sehr kurzfristig erfolgen

Da der Anruf mit der Einladung zum Impftermin sehr kurzfristig erfolgen kann, sollten alle, die sich registrieren, die notwendigen Unterlagen vorbereiten, so dass sie zur Impfung auch vorlegt werden können. Andernfalls sei eine Impfung nicht möglich. Für die Zweitimpfung müssten alle Unterlagen der Erstimpfung mitgebracht werden, erläutert der Kreis.

Hier geht es zur Restimpfstoff-Registrierung der Kreisverwaltung.

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