Arbeitsloser will auf Ebay an Geld kommen – und verkauft durch Handyvertrag erhaltenes MacBook

Ebay-Betrug

Um kurzfristig an Geld zu kommen, schloss ein Mann einen Mobilfunkvertrag ab und verkaufte das mitgelieferte MacBook im Internet. Ebay-Betrug ist am Amtsgericht ein Dauerbrenner.

Castrop-Rauxel

, 19.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein MacBook war Teil eines vermeintlichen Betrugs-Deals eines Angeklagten am Castrop-Rauxeler Amtsgericht.

Ein MacBook war Teil eines vermeintlichen Betrugs-Deals eines Angeklagten am Castrop-Rauxeler Amtsgericht. © Dmitry Chernyshov/Unsplash.com

Wieder einmal geht es um Ebay-Kleinanzeigen – am Amtsgericht ein kleiner Dauerbrenner. Dieses Mal benutzte ein Verkäufer die Internet-Plattform, um sich auf ungewöhnliche Weise kurzfristig Geld zu beschaffen und es dann in Raten abzustottern.

So war der Plan: Der 39-Jährige schloss einen Vertrag bei O2 ab, der als Hardware ein MacBook Pro beinhaltete. Das wollte er sofort wieder loswerden. Er bot es für 900 Euro im Netz an, um so seine klammen Finanzen in den Griff zu kriegen. Die monatlichen Raten für den Mobilfunkvertrag waren quasi die Ratenzahlung für einen Kredit.

Verfahren gegen Arbeitslosen eingestellt

So weit, so gut. Das hätte klappen können, wenn die Ware ihren Käufer in München erreicht hätte. Aber der gab an, das gekaufte MacBook nicht erhalten zu haben, und erstattete Anzeige.

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„Ich habe es mit Verzögerung verschickt“, so der Angeklagte. Einen Versandbeleg konnte er aber nicht vorweisen. Zur fraglichen Zeit im Sommer 2019 habe er in Scheidung gelebt, sei kaum in seiner Wohnung gewesen, hätte so dem Käufer keine Paketnummer nennen können. Und jetzt? Da lebt er zwar in der einst gemeinsamen Wohnung, habe den Beleg aber vergeblich gesucht.

Zwei weitere Aktionen, auf diese Weise an Geld zu kommen, habe er angeblich reibungslos abgewickelt. Das Verfahren gegen den Arbeitslosen wurde gegen Zahlung von 150 Euro an ein Kinderhospiz eingestellt.

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