Laub weht von den städtischen Bäumen an der Marienburger Straße bis vor die Häuser der Memeler Straße. © privat
Herbstlaub

Anwohner kritisiert fehlende Laubentsorgung an ehemaliger Schule

Mit dem fortschreitenden Herbst verlieren immer mehr Bäume ihre Blätter. An der Memeler Straße beklagt Dieter Goeretz, dass es städtische Flächen gibt, auf denen sich niemand um das Laub kümmert.

Auf dem Außengelände der zurzeit nicht genutzten Flüchtlingsunterkunft an der Marienburger Straße stehen einige große Bäume. Sie werfen gerade das Laub ab, das dann zuhauf durch die gesamte Memeler Straße weht. So beklagt es Detlef Goeretz, der hier in den Aapwiesen wohnt. Mehrmals habe er sich deshalb an die Stadtverwaltung gewandt, es sei nichts passiert kritisiert er. Das ändert sich jetzt.

„Als das Gebäude bewohnt war, wurde der Außenbereich von den Bewohnern in vorbildlicher Weise sauber gehalten“, sagt Detlef Goeretz im Gespräch mit unserer Redaktion. Doch seitdem das Gebäude, einst eine Grundschule, leer stehe, könne von Pflege keine Rede mehr sein. „Der Bürgersteig und der Parkplatz sind seit mehreren Monaten nicht gereinigt worden.“

Ihn empört vor allem, dass ganz bestimmte Blätter nicht entfernt werden: die, die von den Bäumen fallen, die auf dem städtischen Grundstück stehen. Gerade wenn es nass sei, bestünde die Gefahr, auf den Blättern auszurutschen. „Momentan entsteht der Eindruck, dass darauf gewartet wird, dass der Wind die Besitzverhältnisse ändert“, so Detlef Goeretz.

Er bemängelt außerdem, dass auf dem Parkplatz nicht mehr wie vor Jahren ein großer Container für das Laub aufgestellt würde, auf den die Anwohner zugreifen könnten.

Stadt: Verzögerung wegen Corona-Situation

Die Stadt bestätigt, dass für die Laubentsorgung des Parkplatzes und des Gehwegs an der Marienburger Straße die Stadt zuständig ist. „Aufgrund der Corona-Situation kam es an dieser Stelle in den letzten Wochen bedauernswerterweise zu Verzögerungen“, sagt Pressesprecherin Julia Schulze auf unsere Anfrage vom Montag.

Das soll sich aber ändern: „Die Stadtverwaltung bittet hier um Nachsicht und schafft Abhilfe: Ab sofort wird sich der Schulhausmeister auch um diese Flächen kümmern“, heißt es.

Voll Freude hat Detlef Goeretz am Dienstag bereits beobachtet, dass der Hausmeister, der sich um den gesamten Komplex der benachbarten ehemaligen Janusz-Korczak-Gesamtschule kümmert, Laub gefegt hat.

Auf einen Laubcontainer wird der Ickerner aber nicht zugreifen können. „Der Laubcontainer wird von der Stadt ausschließlich für das Laub der Schule und der Flüchtlingsunterkunft bereitgestellt“, so Julia Schulze.

Anlieger sind für Reinigung der Gehwege und der Fahrbahn zuständig

Detlef Goeretz wird in jedem Fall auch Laub fegen müssen, von wo es auch immer vor sein Haus wehen möge: Der EUV-Stadtbetrieb erklärt auf Anfrage, dass es sich bei der Memeler Straße gemäß Straßenreinigungssatzung um Reinigungsklasse 7 handele, also um eine Anliegerstraße. „Für Reinigung und Winterdienst der Gehwege und der Fahrbahn sind die Anlieger zuständig“, sagt Sprecherin Sabine Latterner.

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Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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