Alicia-Awa Beissert: „So wie ich bin, gehe ich auf die Bühne“

dzDeutschland sucht den Superstar

Alicia-Awa Beissert gilt als Favorit in der RTL-Sendung DSDS. Im Interview spricht sie über Fans, die Grenzen überschreiten und wie sie damit umgeht, dass ihr Aussehen Dauerthema ist.

Castrop-Rauxel

, 19.04.2019 / Lesedauer: 4 min

Die Castrop-Rauxelerin Alicia-Awa Beissert steht am Samstag wieder auf der großen Bühne der RTL-Sendung Deutschland sucht den Superstar. Dort präsentiert sie sich meist sexy, ihr Aussehen ist zum Dauerthema geworden. Wie geht sie damit um? Darüber sprachen wir mit ihr im Interview.

Am Samstag geht es in die dritte Liveshow: Wird die Nervosität mehr oder weniger?

Das klingt für mich auch sehr überraschend, aber ich bin wirklich sehr entspannt. Je ernster es wird, desto ruhiger werde ich. Das liegt vielleicht daran, dass ich mich immer wohler fühle in der Sendung. Ich gehe nicht mit Konkurrenzdenken an die Sache. So habe ich den Kopf frei und kann mich auf meinen Song konzentrieren. Wir verstehen uns alle gut. So wie es jetzt ist, ist es perfekt. Ich kann meinen Song entspannt üben. Wir verbliebenen Kandidaten sind aber auch ehrlich zueinander und helfen uns gegenseitig bei den Proben.

Das Finale rückt immer mehr in greifbare Nähe. Wie bereitest du dich darauf vor?

Ich nehme mir viel Zeit. Gerade freitags und samstags versuche ich, viel und bewusst zu atmen. Denn das vergesse ich oft. Ich versuche die Sache bewusst wahrzunehmen. „Crazy in love“ zum Beispiel war nicht mein bester Auftritt, aber es hat mir so viel Spaß gemacht. Ich habe den Auftritt genauso genossen, wie die Performance von „It‘s raining men“. Danach habe ich die Kritik gehört und war total traurig. Als ich mir den Auftritt noch einmal angesehen habe, hatte ich trotzdem Spaß. Und das ist das Wichtigste. Singen ist meine Leidenschaft. Die soll nicht nur zu einem Job werden. Obwohl es ein Wettbewerb ist, muss man entspannt sein.

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Wie gehst du damit um, dass du häufig auf dein Äußeres reduziert wirst? Empfindest du das überhaupt so? Moderator Oliver Geissen fragte nach deinem letzten Auftritt zum Beispiel, ob irgendwer überhaupt auf deinen Gesang geachtet hat?

Tatsächlich würde es mich stören, wenn der Fokus sich nur auf mein Äußeres reduzieren würde, aber meine Stimme ist in der Sendung auch immer Thema. So wie ich bin, gehe ich auch auf die Bühne. Denn ich fühle mich wohl, in dem, was ich anhabe. Es ist nicht so, dass die Stylisten mir einfach irgendwas anziehen und ich damit unglücklich bin. Und wenn ich weiß, dass das Outfit passt, habe ich die halbe Miete, um eine gute Künstlerin zu sein.

Es gehört also als Künstlerin dazu, gut auszusehen und sexy zu sein?

Das kann man so nicht sagen. Es gehört nicht unbedingt dazu, hübsch zu sein aber es ist ein Teil von mir. Es gibt Künstler, bei denen ist das Aussehen egal, wie zum Beispiel bei SIA. Sie zeigt sich nur mit Maske und lässt jemand anderen für sich tanzen. Trotzem liebt die ganze Welt sie, weil ihre Stimme so geil ist. Das braucht eine Balance. Das Aussehen ist nicht bestimmend, aber es spielt zumindest bei mir eine kleine Rolle.

Wie empfindest du es, dass auch dein Privatleben jetzt dauerhaft Thema ist?

Ich bin generell ein sehr offener Mensch. Ich halte nicht alles privat. Ich möchte, dass man mich besser kennenlernt und eine Verbindung zu den Menschen aufbauen, die meine Musik hören und mir auf Instagram folgen. Ich habe nichts zu verbergen, aber es gibt natürlich Grenzen, die ich mir gesetzt habe.

Du hast die meisten Instagram-Follower. Gibt es da auch unangenehme Begegnungen?

Es ist alles sehr positiv, aber es gibt schon ein paar Leute, die die Grenze nicht kennen. Da bleibe ich ruhig. Den ganzen Tag warten Fans vor meinem Haus. Die warten nur darauf, dass ich rauskomme und sie ein Foto mit mir machen können. Ich muss mir bewusst machen, dass sie nur wegen mir gekommen sind. Mein Motto ist: Du nimmst und du gibst im Leben und das ist eben der Teil, an dem ich etwas geben kann.

In einem Interview mit der Zeitschrift OK hast du gesagt, dass du auch beim Dschungelcamp und Let’s dance mitmachen würdest.

Das stimmt so nicht. Ich würde das gerne machen, aber nicht im Fernsehen. Ich würde mich nur gerne im Dschungel selbst testen. Ich gucke die Sendung gerne, aber ich würde nicht hingehen. Ich verurteile die Menschen nicht, die da sind, aber für mich wäre das nichts. Vor allem nicht am Anfang meiner Karriere.

Alicia-Awa Beissert: „So wie ich bin, gehe ich auf die Bühne“

Gemeinsam mit Momo Chahine stand Alicia-Awa Beissert auch bei der Solidarfonds-Party in der Europahalle auf der Bühne. © Volker Engel

Die angebliche Beziehung zu Momo hält sich hartnäckig als Gerücht. Nerven die ständigen Fragen danach?

Nein, das habe ich schon früher gelernt. Manche Fragen werden mir eben 1000 Mal gestellt. Ich komme mir da manchmal vor wie ein Papagei, wenn ich immer die gleiche Frage beantworten muss. Aber die Journalisten stellen die Frage zum ersten Mal, ich habe sie nur so oft gehört.

Und was ist jetzt mit Momo?

Wir haben ein gutes Verhältnis. Es ist wichtig, in der Sendung eine Bezugsperson zu haben, weil ja Familie und Freunde fehlen. Momo hat so viel positive Energie, das lieben wir alle an ihm. Damit hat er mich einfach sehr beruhigt. Nach seinem Rauswurf vergangene Woche ist es so, dass was fehlt. Und im Haus ist es sehr ruhig geworden, seit Momo nicht mehr da ist. Die Lücke wird aber gut mit Arbeit gefüllt, weil wir diese Woche ja zwei Songs performen.

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