Ärzte müssen Verträge noch unterschreiben

CASTROP-RAUXEL Es dauert ein bisschen länger als geplant, aber im August soll das ursprünglich für Ende Mai anvisierte Palliativnetz, zu dem sich Castrop-Rauxeler Ärzte zusammen schließen, an den Start gehen.

von Von Julia Grunschel

, 07.07.2008, 07:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Wolfgang Scherbeck

Dr. Wolfgang Scherbeck

"Zurzeit werden die einzelnen Verträge mit den Krankenkassen geschlossen", berichtet Dr. Wolfgang Scherbeck, Arzt für Allgemeinmedizin und qualifizierter Palliativmediziner. Er gehört der Initiativgruppe aus zehn Ärzten an, die das Palliativnetz seit gut einem Jahr in Kooperation mit einem Herner Kollegen vorbereiten.

Mitte Mai haben die Organisatoren die Verträge, die mit den Krankenkassen ausgearbeitet wurden, in Kopie an niedergelassene Kollegen geschickt. Die müssen die vereinbarten Bedingungen nun akzeptieren und die Dokumente unterschreiben. "Jetzt warten wir im Prinzip auf den Rücklauf. Wenn mindestens 15 Ärzte die Verträge unterschrieben haben, dann übermitteln wir der AOK eine Teilnehmerliste", kündigt Dr. Wolfgang Scherbeck an. Bisher sind zwölf Verträge unterschrieben zurück gekommen.

Durch Weiterbildung zum Palliativarzt

Ursprünglich wollten die Hausärzte im Netz mit fünf Ärzten zusammen arbeiten, die sich per Weiterbildung zu Palliativärzten qualifiziert haben. Die Zahl ist derzeit noch nicht erreicht. "Bis jetzt sind es nur drei. Und da liegt das Problem. Wenn es nur so wenige sind, müssen diese Wenigen fast Dauerdienst machen", verdeutlicht der Arzt und hofft, dass sich die Zahl noch nach oben verändert. Von Vorteil könnte da sein, dass die Castrop-Rauxeler mit Herner Kollegen kooperieren wollen. So erhöht sich die Chance, die gewünschte Zahl doch noch zu erreichen.

Dreh- und Angelpunkt

Die Palliativmediziner sind in dem geplanten Netz nämlich der Dreh- und Angelpunkt. Der Fachkollege soll Hausärzten zur Seite stehen und mit ihnen arbeiten. Wenn der Patient damit einverstanden ist und schriftlich der Behandlung im Rahmen des Netzes zugestimmt hat, kann der Palliativarzt die Behandlung optimieren.

Darüber hinaus soll in regelmäßigen Abständen ein Qualitätszirkel tagen, in dem über Schwierigkeiten gesprochen wird.

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