Verwaltung

Ärger mit der Software: 167 Termine fielen Donnerstag im Bürgerbüro aus

Unpassender hätte es kaum sein können: Gerade hatte die Stadt angekündigt, das Bürgerbüro könne wieder mehr Termine anbieten – da musste es komplett schließen. Ob es Freitag öffnet, ist noch unklar.
Das Bürgerbüro musste am Donnerstag (6.5.) schließen. © Thomas Schroeter

Personalausweise beantragen, Zeugnisse beglaubigen lassen oder den Wohnsitz ummelden: All das ist am Donnerstag (6.5.) in Castrop-Rauxel nicht möglich gewesen. Das Bürgerbüro hatte den ganzen Tag über geschlossen.

Schuld sei ein Ausfall im Rechenzentrum des Kreises, teilte die Stadt bereits am Mittag mit. Damit habe die „benötigte Software für die Abwicklung der Geschäftsprozesse nicht zur Verfügung“ gestanden. Nicht mal Dokumente hätten herausgegeben werden können, da dazu auch ein Zugriff aufs System nötig sei. Am Donnerstagabend hieß es, dass Teile des Systems wieder in Betrieb genommen worden seien. Ob die Software damit bereits so funktioniert, dass am Freitag wieder normal gearbeitet werden kann, stand aber laut Stadt noch nicht fest.

Betroffene sollen neue Termine buchen

Betroffen von der Komplett-Schließung am Donnerstag waren laut Stadt 167 Personen. Sofern die Daten vorlagen, sollen alle per Mail oder telefonisch darüber informiert worden sein, dass ihr Termin ausfallen muss.

Alle werden gebeten, einen neuen Termin zu vereinbaren. Man könne entweder versuchen, tagesaktuell in einen freien Termin zu rutschen. Oder soll montags schauen, ob es für die kommenden zwei Wochen freie Termine gibt, so der Rat der Stadt. Buchen kann man neue Termine entweder über die Homepage der Stadt www.castrop-rauxel.de oder per Telefon: 02305/106-2333, -2292.

Viele sauer über lange Wartezeiten

Gerade zuletzt hatten sich immer mehr Bürger über lange Wartezeiten beim Bürgerbüro geärgert. Vor Herbst beispielsweise war es unmöglich, einen Termin zu bekommen, um einen neuen Personalausweis zu beantragen.

Die Stadt hatte dies bisher immer damit begründet, dass wegen der Pandemie nicht in voller Besetzung gearbeitet werden könne. Am Mittwoch (5.5) allerdings kündigte Bürgermeister Rajko Kravanja im Interview mit unserer Redaktion an, dass man umdisponiert habe und nun wieder mehr Termine anbieten könne.

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