Achtung: Über vier Straßen wandern besonders viele Kröten und Molche

Straßensperrungen

Die Wanderzeit der Amphibien aus ihren Winterquartieren zu den Laichplätzen hat begonnen. Hunderte von Erdkröten, Teich- und Bergmolche sowie Teich- und Grasfrösche sind in Lebensgefahr.

Castrop-Rauxel

, 03.03.2021, 06:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Solche Schilder warnen jetzt wieder Autofahrer vor dem Überfahren von Kröten, Fröschen und Molchen.

Solche Schilder warnen jetzt wieder Autofahrer vor dem Überfahren von Kröten, Fröschen und Molchen. © Stadt Castrop-Rauxel

Frösche, Kröten und Molche haben unter anderem eine sie verbindende Eigenschaft: Sie wandern aus ihren Winterquartieren zu den Laichplätzen. Ihre Eier legen sie dort, wo sie selbst geschlüpft sind. Da spielt für die Tiere keine Rolle, ob eine Straße diese Reviere von einander trennt.

Dadurch geraten die Amphibien im Frühling an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet in Gefahr. Es gibt mehrere besonders belebte Hotspots in Castrop-Rauxel, wo es für sie gefährlich ist.

Vier „Hotspots“ an Straßen sind bekannt

Daher sperrt die Stadt zwei Straßen für den Fahrzeugverkehr: den Finkenbrink in Becklem und die Waltroper Straße in Höhe der Eschstraße (Henrichenburg). Täglich werden hier um 18.30 Uhr Pfosten aufgestellt. Die Sperre wird morgens um 7.30 Uhr aufgehoben.

Teichmolche sind zum Teil nur schwer zu erkennen, weil sie so klein sind. Aber für unsere Ökosysteme sind sie wichtiger Bestandteil.

Teichmolche sind zum Teil nur schwer zu erkennen, weil sie so klein sind. Aber für unsere Ökosysteme sind sie wichtiger Bestandteil. © Stadt Castrop-Rauxel

Auch zwei andere Hotspots gibt es: Die Brandheide in Frohlinde und der Deininghauser Weg zwischen Dingen und Ickern werden mit Warnschildern ausgestattet. Dort, zwischen Tierheim und Gewerbegebiet, ist eine Sperrung nicht möglich. Die Stadt bittet dort um vorsichtiges Fahren, sodass man ausweichen kann, wenn man eines der Tiere auf der Straße entdeckt.

Sperrungen schon seit 1993 üblich

Die Sperrungen zum Artenschutz werden ohne größere Komplikationen bereits seit 1993 praktiziert, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Die Maßnahmen aufgrund der Amphibienwanderung dauern in der Regel sechs Wochen.

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