Acht Wochen Reise – Die Odyssee eines Oster-Paketes

DHL-Paket

Eigentlich wollte Bernd Hübel zu Ostern eine kleine Freude versenden. Sein eigentliches Ziel erreicht das Paket nie, aber immerhin erreicht es ein Ziel.

Castrop-Rauxel

von Nora Varga

, 08.06.2020, 19:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Paket von Bernd Hübel hat nach einer langen Reise doch noch ein Ziel gefunden.

Das Paket von Bernd Hübel hat nach einer langen Reise doch noch ein Ziel gefunden. © Bernd Hübel

Bernd Hübel hat kurz vor Ostern ein kleines Paket mit der DHL verschickt. Der Inhalt: Schokohasen und ein kleiner Strampler. Der Gesamtwert der Ware liegt bei circa 40 Euro. Hübel hat sein Paket am 6. April um – das kann er ganz genau sagen – 10.31 Uhr in der Postfiliale an der Lange Straße abgegeben. Von da aus beginnt für das kleine Paket eine lange Reise.

Eigentlich sollte es nach Nürnberg. Dort konnte es aber nicht zugestellt werden. Am 11. April stoppt die Online-Paketverfolgung. Hübel reklamiert das Paket. Es liegt zu dieser Zeit wieder fast um die Ecke im Paketzentrum in Bochum.

Nachweise für Schokohasen und Strampler

Obwohl Hübel bereits nachgewiesen hat, welcher Inhalt im Paket ist, fordert der DHL-“Service“ ihn auf, Quittungen für die Schokolade und Strampler nochmals zu senden. Außer Standardnachrichten habe es keinerlei Kommunikation seitens DHL gegeben, ärgert sich Hübel.

Schließlich kommt das Paket wieder an. Nicht da wo es hin sollte, aber immerhin zurück zu Bernd Hübel. Acht Wochen, nachdem er es losgeschickt hat. Welche Irrfahrt es hinter sich hat, kann Nübel auf drei Seiten Sendungsverlauf nachlesen. Beschädigt wurde das Paket auf seiner Reise zudem. Das Beste ist in den Augen des Castrop-Rauxelers aber der orangene Aufkleber mit dem Vermerk „geringfügige Verzögerung“.

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