600 Influenza-Fälle seit Januar im Kreis Recklinghausen - aber noch kein Coronavirus-Fall

Virus-Infektionen

Es gibt keine bestätigte Infektion mit dem Coronavirus im Kreis Recklinghausen. Aber Verdachtsfälle. Sprecher Jochem Manz erklärt, wie sich die Behörde rund ums Gesundheitsamt jetzt aufstellt.

Castrop-Rauxel

, 03.03.2020, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch im EvK Castrop-Rauxel könnten Patienten aufgenommen und abgeschirmt werden. Priorität hat aber eine Klinik in Recklinghausen.

Auch im EvK Castrop-Rauxel könnten Patienten aufgenommen und abgeschirmt werden. Priorität hat aber eine Klinik in Recklinghausen. © Tobias Weckenbrock

Der Kreis Recklinghausen spricht am Dienstagnachmittag von einer guten Nachricht in Sachen Corinavirus: „Es gibt Stand jetzt keine nachgewiesenen Erkrankungsfälle“, sagt Sprecher Jochem Manz auf Anfrage unserer Redaktion. Darum gebe es auch keine grundlegenden neuen Erkenntnisse. Täglich teffe man sich in einer „Vorbereitungsgruppe“.

„Wir haben neue begründete Verdachtsfälle, bei denen auch ein Abstrich gemacht und eine häusliche Quarantäne verordnet worden ist“, so Manz weiter. „Es ist etwa ein halbes Dutzend.“ Dabei handle es sich bisher aber nur um Einzelpersonen, also keine Personengruppe oder eine ganze Schulklassen.

Mit den Tests habe der Kreis Recklinghausen direkt nichts zu tun. „Der Arzt oder das Krankenhaus verordnet den Test. Die Entscheidung liegt nicht beim Gesundheitsamt.“

Städte legten Veranstaltungslisten vor

Auch in Sachen Veranstaltungen sehe man keine Notwendigkeit, etwas abzusagen. „Wir hatten Gespräche mit den Ordnungsämtern aller Städte. Sie haben uns eine Liste größerer Veranstaltungen im März vorgelegt.“ Alle Krankenhäuser im Kreisgebiet seien vorbereitet und könnten Erkrankte aufnehmen, so Manz.

Er zieht einen Vergleich: Seit Beginn des Jahres gab es bei der Grippe im Kreis 600 Fälle. „Das muss man sich vor Augen führen. Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen.“

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