22 Verkehrszeichen sollen weichen

CASTROP-RAUXEL 22 Verkehrszeichen sollen nach den Plänen des Bundesverkehrsministeriums abgeschafft werden. In der Europastadt sieht man der möglichen Gesetzesänderung gelassen entgegen.

von Von Christoph Witte

, 23.07.2008, 13:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Schilderwald in Deutschland soll gelichtet werden.

Der Schilderwald in Deutschland soll gelichtet werden.

„Wenn das Gesetz kommt, dann reagieren wir natürlich dementsprechend, aber wir misten ja schon jetzt immer mal wieder überflüssige Schilder aus“, sagt Achim Waldert vom Ordnungsamt. Allein in der Altstadt habe das Tiefbauamt in einer Großreinemachen-Aktion vor einigen Jahren über 100 Schilder entfernt. Ohne negative Folgen für den Verkehr, also ohne Unfälle. „Auch an der B 235 sind wir von Norden bis Süden entlanggegangen und haben knapp 500 Verkehrszeichen weggenommen“, berichtet Waldert. Sukzessive wurden auch am Deininghauser Weg fast 30 Schilder abgeschraubt.

Paradebeispiel: Tempo-30-Zonen

Paradebeispiel für die Auslichtung des Schilderdschungels sind die Tempo-30-Zonen: „Wir haben jetzt in allen Tempo-30-Zonen flächendeckend die Rechts-vor-links-Regel eingeführt, ohne Schilder wie ‚Vorfahrt gewähren‘“, erklärt Waldert. Die abgenommenen Schilder dienen in erster Linie als Reserve, wenn kaputte Schilder ausgewechselt werden müssen. Achim Waldert begrüßt prinzipiell die Rücknahme einiger Verkehrszeichen: „Durch eine Beschilderung nimmt man dem Autofahrer nur die Verantwortung für den Straßenverkehr. So muss er halt wieder mehr aufpassen.“ Skeptischer sieht der Verwaltungsmann hingegen die Pläne von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), 22 Verkehrzeichen aus dem Straßenverkehr zu streichen: „Da kann man sicherlich besser mit Menschenverstand durch die Stadt gehen und überflüssige Schilder entfernen.“

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