16-Jähriger baut Autounfall auf einem Schotterplatz in Habinghorst und flüchtet auch noch

Unfallflucht

Dumm gelaufen: Ein Jugendlicher war ohne Fahrerlaubnis unterwegs, baute einen Unfall und beging Unfallflucht. Dabei dachte er, seine Proberunden im Auto auf einem Privatgelände zu drehen.

Habinghorst

, 26.06.2019, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
16-Jähriger baut Autounfall auf einem Schotterplatz in Habinghorst und flüchtet auch noch

Nachdem es geknallt hatte, verschwand der Jugendliche erst. Und damit zählt das Ereignis als Unfallflucht. © picture alliance / Holger Hollem

Ein 16-Jähriger aus Castrop-Rauxel hat am Dienstag auf einem Schotterplatz im Bereich der Lippestraße/Wartburgstraße in Habinghorst Fahrversuche mit einem Auto unternommen. Das ging ziemlich schief: Er verursachte dabei nämlich einen Verkehrsunfall. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte der 16-Jährige, der noch einen 15-jährigen Castrop-Rauxeler mit an Bord hatte, wohl gedacht, dass es sich bei dem Schotterplatz um ein Privatgelände handele, auf dem er mit dem Auto seine Kreise ziehen könne.

Nachdem die Jugendlichen das Auto verlassen hatten, rollte der Wagen durch mangelnde Sicherung, so die Polizei, gegen einen Firmen-Zaun und fuhr sich fest. Resultat: Ein Sachschaden von rund 700 Euro. Der Unfallverursacher flüchtete zunächst, kehrte dann aber zur Unfallstelle zurück.

Zu jung für einen Führerschein

Die Pressestelle der Polizei in Recklinghausen gibt an, dass dann schnell klar wurde, dass der junge Fahrer wohl nicht über eine Fahrerlaubnis verfügen könne. Selbst ohne den Unfall hätte er sich strafbar gemacht, denn der Schotterplatz war keineswegs ein Privatgelände, auf dem man unter Umständen ohne Führerschein fahren könnte, sondern gehört sehr wohl zum öffentlichen Verkehrsraum. Somit kommen bei dem 16-Jährigen nun zwei Tatbestände zusammen, nämlich Fahren ohne Fahrerlaubnis und Unfallflucht, da er sich zunächst vom Unfallort entfernt hat.

Polizeisprecher Andreas Lesch zu der Angelegenheit: „In der Regel gibt es bei solchen Ereignissen ein paar Sozialstunden oder eine Geldstrafe, da der Junge sich vorher noch nichts hat zu Schulden kommen lassen. Aber es kann es auch anders ausgehen. Bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe kann ein Richter verhängen.“ Ungemütliche Aussichten also für den Unfallfahrer. Zudem dürfte der 16-Jährige wohl auch noch Probleme bekommen, wenn er dann tatsächlich alt genug wird, um den Führerschein zu machen.

Wie er an das Auto kam, ist noch unklar

Woher der junge Fahrer das Fahrzeug hatte, mit dem er den Unfall in Habinghorst gebaut hat, blieb auch am Mittwoch zunächst unklar. In der näheren Umgebung der Unfallstelle, so viel gibt die Polizei aber an, sei vor Kurzem ein solches Auto für einen offenbar kleinen Betrag von einem Unternehmen verkauft worden. An wen das Auto aber nun tatsächlich verkauft wurde und wie der junge Mann damit in Verbindung steht und wie er an das Auto kam, sei laut Lesch zur Zeit noch unklar.

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