Das Werk von Thimm Verpackung in Merklinde: Hier arbeiten derzeit rund 130 Menschen. Der Thimm Gruppe geht es gut. Sie profitierte vom wachsenden Online-Handel in der Pandemie. © Oskar Neubauer

130 Mitarbeiter und volle Auftragsbücher: So geht es der Firma Thimm

Die Thimm Gruppe beschäftigt 130 Menschen in ihrem Merklinder Verpackungs-Werk. Das bleibt wohl auch so, denn dem Unternehmen geht es gut, wie es nun heißt. Auch Dank der Corona-Pandemie.

Die Thimm Gruppe mit ihrem Werks-Standort in Merklinde hat das Geschäftsjahr 2020 trotz der Corona-bedingten Herausforderungen solide abgeschlossen. Der Umsatz sank leicht auf 605 Millionen Euro (2019: 623 Millionen Euro), meldet das Unternehmen in dieser Woche. Das operative Ergebnis vor außerordentlichen Aufwendungen ging ebenfalls nur leicht von 57,5 Millionen Euro auf 56,7 Millionen Euro zurück.

Insgesamt investierte das Unternehmen im Berichtsjahr trotz Corona-Pandemie 27,7 Millionen Euro. Die sind schwerpunktmäßig in den Ausbau der osteuropäischen Standorte geflossen. Die Anzahl der Mitarbeiter ging insgesamt zurück: von 3512 Mitarbeitern auf 3376 zum 31. Dezember 2020, darunter 126 Auszubildende.

Am Standort in Castrop-Rauxel sind 130 Mitarbeiter beschäftigt, davon 15 Auszubildende. Dort gibt es noch freie Ausbildungsplätze für den Start im August, über die man sich unter www.entdecke-deine-zukunft.de informieren könne.

Vor allem für den täglichen Bedarf

Die Verpackungswerke des Geschäftsbereichs Thimm pack’n’display verzeichneten Corona-bedingt ein starkes Absatzwachstum. Die Verpackungswerke wie in Merklinde produzieren überwiegend Verpackungen für Konsumgüter des täglichen Bedarfs, die während der Coronakrise unverändert nachgefragt wurden und weiterhin einen wichtigen Beitrag zu Versorgungssicherheit der Bevölkerung leisten.

Die Coronapandemie habe darüber hinaus auch die Entwicklung des Handelsgeschäfts hin zum E-Commerce beschleunigt. Verpackungen aus Wellpappe werden überwiegend für den Transport vom Versender zum Kunden eingesetzt und profitieren daher von diesem Trend.

Mathias Schliep, Vorsitzender der Geschäftsführung, sagt: „Der leichte Umsatzrückgang ist unter anderem auf die in Folge der Coronapandemie gesunkene Kundennachfrage der deutschen Automobilindustrie, einer Hauptabnehmerbranche unseres Geschäftsbereichs Thimm Packaging Systems, zurückzuführen.“

Die Eigenkapitalquote der Thimm Gruppe lag mit 40,6 Prozent (Vorjahr: 41,0 Prozent) auf hohem Niveau. Das Unternehmen sei damit auch in einem herausfordernden Umfeld finanziell weiterhin gut aufgestellt, heißt es aus der Firma.

Fast 30 Millionen Euro investiert

27,7 Millionen Euro investierte Thimm 2020. Man erweiterte Verpackungswerke in Tschechien, Rumänien und Polen. Thimm erneuerte Produktionskapazitäten und kaufte weitere Anlagen.

Schliep bilanziert: „Trotz Pandemie konnte sich Thimm in einem herausfordernden Geschäftsjahr gut behaupten.“ Für 2021 erwarte man eine steigende Absatzmenge. Der wachsende Onlinehandel werde sich positiv auswirken. „Insgesamt rechnen wir mit steigenden Umsätzen. Steigende Papier-, Fracht- und Energiepreise werden allerdings Einfluss auf das Ergebnis haben.“

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock