100 Frohlinder wären von Hochwasser bedroht

Am Mühlenbach

Ein heftiger Starkregen könnte etwa 30 Wohnhäuser links und rechts des Mühlenbaches zwischen Mühlenteich und Dortmunder Straße unter Wasser setzen. Betroffen wären im Stadtteil Frohlinde rund 100 Einwohner. Darauf hat der CDU-Ortsverband aufmerksam gemacht. Auf unserer Karte können Sie sich einen Überblick machen.

Frohlinde

, 17.08.2014, 16:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hochwassergefahr in Frohlinde: Reinhard Pauli, Hubert Hommen und Frank Steinbach vom CDU-Stadtverband.

Hochwassergefahr in Frohlinde: Reinhard Pauli, Hubert Hommen und Frank Steinbach vom CDU-Stadtverband.

22 Liter Regen fielen in einer halben Stunde. Doch diese immense Menge hat das neu geschaffene Überlaufsystem vom Teich zum Bach überstanden. Das privat mit Unterstützung des EUV errichtete Sperrsystem von Maria Herrig aus Mühlenkamp musste nicht aktiv werden.

Im vergangenen Jahr war das drastischer. Am 20. Juni fielen rund 90 Liter Wasser pro Quadratmeter in zwei Stunden. Die Folge: heftige Überflutungen, die sich bis in die Melchior- und Kirchlindner Straße zogen. Um das Hochwassermanagement kümmert sich sowohl die Stadt, aber auch das EUV, das auch für das Bett des Mühlenbaches ab dem Teil zuständig ist.

auf einer größeren Karte anzeigen EUV-Vize Thorsten Werth-von-Kampen gab zwar bekannt, dass das Problem in Frohlinde bekannt ist. Aber schnelle Hilfe kann noch nicht versprechen werden: Auch der verantwortliche Stadtentwickler Arnold Lange meint, dass die notwendigen finanziellen Mittel nicht zur Verfügung stehen.Mitschuld auch bei Anwohnern Werth-von-Kampen gab bekannt, dass am 27. August der Arbeitskreis zur EU-Risikomanagement-Richtlinie für das Hochwasser tagen wird. "Danach werden entsprechende Maßnahmen mit dem dazugehörigen Zeithorizont veröffentlicht", meint er. Außerdem versicherte er, dass das Bachbett "in einem sehr engen Zeitraster kontrolliert und gesäubert wird".

Unverantwortliche Anwohner hatten daran aber auch ihren Einfluss. Verstopfungen entstehen nämlich dann, wenn Grünschnitt einfach über den Zaun geworfen wird.

Generell ist in diesem Distrikt nach Werth-von Kampens Ansicht der Wohnbau viel zu nahe am Mühlenbach. "Die befinden sich im natürlichen Überschwemmungsgebiet", hält er fest. Eine Vergrößerung der beiden Bachdurchlässe Melchior- und Kirchlinder Straße lehnt er ebenfalls ab. Beide seien großzügig dimensioniert. Das sei zudem auch nachgerechnet worden. Generell ist eine Verbreiterung der Durchlässe seiner Einschätzung nach falsch. "Nicht größere Durchlässe sind die Lösung, sondern ein funktionierendes Rückhaltesystem im Oberlauf."

Stadtentwickler Lange verrät, dass er bereits von der Unteren Wasserbehörde angemahnt wurde, Planungen zu präsentieren. doch dafür fehlt das Geld. Das liegt auch an der Weigerung eines Landwirtes, sein Gelände für eine Anlage zur Verfügung zu stellen. "Ich habe das Geld bei der Kämmerei beantragt." Doch dieses Jahr wird es wohl nichts werden. Werth-von-Kampen kann das auf der ehemaligen Deponie geplante Rückhaltesystem nicht bauen, solange die Altlastensanierung noch nicht geklärt ist. "Ich werde aber die Hoffnung nicht aufgeben", meint er.  

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt