Erlös der Kermes soll in neue Moschee auf Schwerin investiert werden

dzMevlana-Gemeinde

Die Mevlana-Gemeinde auf Schwerin feiert am Wochenende Kermes. Dann sind alle Gäste an der Dortmunder Straße willkommen. Der Erlös soll in die geplante Moschee gesteckt werden.

Schwerin

, 26.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Noch stehen auf dem Parkplatz am Gemeindezentrum der türkisch-islamischen Mevlana-Gemeinde auf Schwerin ein paar Baken im Weg. Das wird sich ganz schnell ändern, wenn die Stände für das zweitägige Gemeindefest an diesem Wochenende aufgebaut werden. Kermes ist angesagt an der Dortmunder Straße 175.

Am Samstag und Sonntag, 27. und 28. Mai, dauert das bunte Treiben von 11 bis 20 Uhr. Die offizielle Eröffnung ist am Samstag um 15 Uhr. Auch Bürgermeister Rajko Kravanja zähle zu den eingeladenen Gästen, sagt Kubilay Corbaci vom Vorstand. Es gibt ein kleines Bühnenprogramm und jede Menge Essen und Trinken. Die Stände mit Verkaufs- und Verpflegungsangebot öffnen an beiden Tagen ab 11 Uhr.

Sechs Bäume gepflanzt

Ganz viel Fein- und Kleinarbeit ist seit der Kermes im Frühjahr des vergangenen Jahres im und am neuen Gemeindezentrum geleistet worden. Die Pflasterarbeiten sind so gut wie abgeschlossen, sechs junge Bäume säumen die Gebäude-Ecke mit der großen Außenterrasse. Wann es hier ein Café geben könnte, ist derzeit nicht so recht auf dem Schirm, erst mal wird geschaut, ob sich im Inneren der fein renovierten Räumlichkeiten mehr Platz gewinnen lässt, indem große Räume mit Trennelementen versehen werden.

Am Wochenende, sagt Kubilay Corbaci, sei es proppenvoll, wenn 80 bis 100 Kinder kämen. „Stück für Stück gucken wir, wie wir vorankommen“, sagt Corbaci. Denn das ganz große Ziel, der Bau einer Moschee, stehe nach wie vor auf der Agenda. Die Unterlagen seien derzeit beim Architekten.

Heftig kritisierte TV-Sendung


Der Erlös der Kermes soll auf jeden Fall in die Errichtung der Moschee fließen. Dass am Samstag nur ein kleines Stück weiter auf dem Neuroder Platz der Stadtteilverein „Wir auf Schwerin“ parallel seinen Frühlingsmarkt feiert, sei so nicht geplant gewesen, erklärt Corbaci. Er sagt: „Ich hoffe, wir können uns gegenseitig befruchten, wenn die Besucher auf die andere Straßenseite wechseln.“

Eingeladen zur Kermes sind auch wieder die im Stadtrat vertretenen Parteien. Mit der SPD, der CDU und den Grünen hat der Gemeindevorstand im vergangenen Jahr Gespräche geführt. Hintergrund war der heftig kritisierte TV-Beitrag des Magazins Kontraste aus dem Frühsommer 2018, der Kinder in Kriegsuniformen auf Schwerin zeigte und den Vorwurf nach sich zog, Kinder würden hier instrumentalisiert.

Mehrere Gespräche geführt

Mit der Linken und der FDP, sagt Corbaci, habe man nicht geredet, wenn Gesprächsbedarf bestehe, sei man aber gerne dazu bereit. Bei der FWI sei das Gespräch durch den plötzlichen Tod des damaligen Fraktionschefs Manfred Postel nicht mehr zustande gekommen. Mit Beteiligung von Sozialdezernentin Regina Kleff und der Integrationsbeauftragten Ayla Dalkilinc habe es zwei Gespräche in dieser Sache gegeben.

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