Zahnlose Offensive beim 0:1 im Topspiel - BVB muss den Titel abhaken

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund verliert gegen Bayern München nicht nur das Spiel, sondern wohl auch die Deutsche Meisterschaft. Die BVB-Offensive bleibt beim 0:1 zahnlos.

Dortmund

, 26.05.2020, 20:32 Uhr / Lesedauer: 3 min
Der BVB muss den Titel nach dem 0:1 gegen den FC Bayern München abhaken.

Der BVB muss den Titel nach dem 0:1 gegen den FC Bayern München abhaken. © dpa

Das war es dann wohl: Borussia Dortmunds Hoffnungen auf die neunte Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte sind am Dienstagabend geplatzt. Nach der 0:1-Niederlage des BVB gegen den FC Bayern München richtet sich der Blick der Schwarzgelben in der Tabelle nach unten, nicht mehr nach oben. Der BVB bemühte sich nach Kräften, aber am Ende gewann die reifere Mannschaft das Topspiel. Joshua Kimmich erzielte per Lupfer den Treffer des Tages für den Rekordmeister.

BVB-Trainer Lucien Favre setzt auf die eingespielte Elf

Eigentlich sei es ganz einfach, hatte Michael Zorc vor dem Spiel erklärt. „Wenn wir um die Meisterschaft spielen wollen, dann müssen wir das Spiel gewinnen.“ Die Ausgangslage sei daher simpel, die Herangehensweise allerdings schwierig. Es seien eben immer noch die Bayern auf der anderen Seite. Es sei darum wichtig, sagte Zorc, dass „wir an uns glauben“. Es sei möglich, die Bayern in Verlegenheit zu bringen. „Wir können sie schlagen.“

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Bundesliga, 28. Spieltag: BVB - FC Bayern München 0:1 (0:1)

Die Bilder des Bundesliga-Topspiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München.
26.05.2020
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Die Bilder des Bundesliga-Topspiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München.© dpa
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26.05.2020, Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Fußball: Bundesliga, 28. Spieltag, Borussia Dortmund - FC Bayern München im Signal Iduna Park. Münchens Serge Gnabry (M) und Dortmunds Thomas Delaney (l) und Dortmunds Lukasz Piszczek (r) kämpfen um den Ball. WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. Foto: Federico Gambarini/dpa-Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++© dpa
Die Bilder des Bundesliga-Topspiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München.© dpa
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Die Bilder des Bundesliga-Topspiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München.© dpa

Lucien Favre vertraute dafür auf dieselbe Elf, auf die er auch in den vergangenen beiden Spielen gesetzt hatte und die zwei überzeugende Siege gegen den FC Schalke 04 (4:0) und beim VfL Wolfsburg (2:0) eingefahren hatte. Abwehrchef Mats Hummels gab rechtzeitig Grünes Licht für einen Einsatz von Beginn an, Jadon Sancho und Emre Can mussten aufgrund ihres Trainingsrückstands erneut mit einem Platz auf der Bank Vorlieb nehmen. Mittelfeld-Stratege Axel Witsel schaffte es nach auskuriertem Muskelfaserriss erstmals seit dem Bundesliga-Neustart wieder in den Kader der Schwarzgelben.

Erling Haaland hat die frühe BVB-Führung auf dem Fuß

Es ging vielversprechend los für Borussia Dortmund. Der Sekundenzeiger hatte die erste Runde noch nicht absolviert, da bot sich Erling Haaland schon die große Chance aufs ganz frühe 1:0, doch Jerome Boateng klärte für den bereits geschlagenen Manuel Neuer auf der Linie. Der BVB legte vom Anpfiff weg den Vorwärtsgang ein. Julian Brandt prüfte Neuer von der Strafraumkante (4. Minute), Raphael Guerreiro köpfte den Ball ins Tor, Thorgan Hazard hatte jedoch vor seiner Flanke im Abseits gestanden (10.).

Die Bayern brauchten eine knappe Viertelstunde, um vollends in diesem Topspiel anzukommen, agierte dann aber zunehmend tonangebender. Nach 19 Minuten hatte Serge Gnabry die Riesenchance zur Gästeführung, Lukasz Piszczek klärte für den BVB in höchster Not knapp vor der Torlinie. Fünf Minuten später prüfte Kingsley Comans satter Abschluss Roman Bürki im Dortmunder Tor.

Der FCB übernimmt in Dortmund mehr und mehr die Kontrolle

Der Rekordmeister übernahm mehr und mehr die Kontrolle, doch den Schwarzgelben boten sich immer wieder vielversprechende Kontermöglichkeiten. Was zu häufig fehlte, war der berühmte letzte Pass in die Spitze. Oder die letzte Überzeugung. Thomas Delaney entschied sich nach Achraf Hakimis Flanke für die Kopfballablage in die Mitte, anstatt selbst den Torabschluss zu suchen (31.), Haaland wurde auf seinem Weg zum Tor noch rechtzeitig von Davies abgefangen (33.).

BVB-Torhüter Bürki sieht beim Gegentor nicht glücklich aus

Auf der anderen Seite kamen die Einschläge näher. Mats Hummels stoppte Davies‘ Tänzchen durch den Dortmunder Strafraum, als es höchste Zeit wurde (39.). Bürki riss gegen Leon Goretzkas Kracher aus der Distanz im richtigen Moment beide Fäuste nach oben (40.). Kurz vor der Pause klingelte es trotzdem: Joshua Kimmich überraschte Bürki mit einem Traumtor aus 16 Metern. Sein perfekter Lupfer fand den Weg über den Schweizer hinweg. Es war wohl eher ein Traumtor als ein Torwartfehler, wenngleich Bürki in dieser Szene nicht ganz glücklich aussah.

Favre reagierte auf den Rückstand und brachte nach dem Seitenwechsel Can und Sancho für Delaney und Brandt. Der BVB bemühte sich, den Druck auf die Bayern zu erhöhen. Die XXL-Chance zum Ausgleich tat sich nach einer knappen Stunde auf: Hazard bediente Haaland im Strafraum, Boateng rutschte aus und warf sich mit Hilfe des Ellenbogens in den Abschluss des Norwegers. Der Ball rauschte rechts vorbei - und Schiedsrichter Tobias Stieler entschied, dass Boatengs Rettungstat nicht für einen Handelfmeter reichte. Eine diskussionswürdige Entscheidung.

BVB-Torjäger Haaland humpelt angeschlagen vom Platz

Es sollte Haalands letzte Chance bleiben. Nach 70 Minuten humpelte der Dortmunder Sturmtank für Giovanni Reyna vom Rasen. Der BVB tat sich in der Folge schwer, Torgefahr zu entwickeln. Ein Freistoß von Guerreiro aus 20 Metern (74.), ein Schuss von Mahmoud Dahoud von der Strafraumkante (81.): Viel mehr gab’s für Neuer nicht zu halten. Am Ende blieb für Borussia Dortmund die Erkenntnis, dass auf der anderen Seite eben die Bayern spielten und der BVB sie nicht geschlagen hatte - und das die neunte Dortmunder Meisterschaft bei nunmehr sieben Punkten Rückstand und noch sechs ausbleibenden Spieltagen wohl mindestens noch ein Jahr auf sich warten lassen wird.

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