Wechselt Marco Rose zum BVB? Autor Tommi Schmitt stichelt gegen Dortmund

Borussia Dortmund

Marco Rose gilt als heißester Kandidaten für den Trainerposten bei Borussia Dortmund. Autor und Gladbach-Fan Tommi Schmitt wünscht sich mehr Offenheit im Trainer-Poker - und stichelt gegen den BVB.

Dortmund

, 12.02.2021, 16:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Marco Rose ist der Wunschkandidat für den Trainerposten bei Borussia Dortmund ab der Saison 2021/22.

Marco Rose ist der Wunschkandidat für den Trainerposten bei Borussia Dortmund ab der Saison 2021/22. © imago / Sportfoto Rudel

Kommt er oder kommt er nicht? Die Personalie Marco Rose beschäftigt die Fans der Borussia - und nicht nur der in Dortmund, sondern auch der in Mönchengladbach. Der aktuelle Trainer von Borussia Mönchengladbach soll, wenn es nach den Verantwortlichen in Dortmund geht, ab dem Sommer den BVB trainieren. Seit Wochen wird über Roses Zukunft als Trainer spekuliert - eine offizielle Entscheidung gibt es aber noch nicht. Und langsam werden die Fans beider Vereine unruhig.

Tommi Schmitt über BVB-Gerücht um Rose: „Ich wünsche mir totale Offenheit“

Nun hat sich auch einer der bekanntesten Fans von Borussia Mönchengladbach zu dem Thema geäußert: Tommi Schmitt, vor allem bekannt durch seinen gemeinsam mit Comedian Felix Lobrecht veröffentlichten Podcast „Gemischtes Hack“ und als Autor für diverse Comedy-Formate. In seiner Kolumne für das Fußballmagazin „11 Freunde“ fordert Schmitt von Rose: „Ich als Fan muss ganz ehr­lich sagen, dass ich mir eine Aus­sage wün­sche. Wenn wirk­lich noch keine Ent­schei­dung gefallen ist, schön und gut, das ist sein gutes Recht und ich würde mir vor einem Job­wechsel auch länger Gedanken machen, er ist auch nur ein Mensch. Aber wenn die Ent­schei­dung bereits steht, wün­sche ich mir die totale Offen­heit.“

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Schmitt zieht den Vergleich mit Marco Reus, der seinen Wechsel von Gladbach zum BVB 2012 „ganz trans­pa­rent und früh­zeitig“ kommuniziert habe. Gleichzeitig hofft er aber, dass Rose und seine Co-Trainer René Maric und Alex­ander Zickler in Gladbach bleiben. „Ich liebe diese drei Männer und es würde mir das Herz bre­chen, sie in Dort­mund zu sehen“, sagt er in der Kolumne.

Schmitt über Dortmund: „Die haben da sogar Enten“

Eine kleine, humorvolle Stichelei gegen Dortmund kann sich der 32-Jährige nicht verkneifen. Was Dortmund habe, was Gladbach nicht habe? „Jeder, der mal an der deut­schen Côte d’Azur stand, also dem Phoe­nix-See in Dort­mund-Hörde, weiß, dass da kaum eine Stadt in Deutsch­land mit­halten kann. Die haben da sogar Enten. In der Innen­stadt über­zeugen ein Saturn und ein Peek & Clop­pen­burg durch zeit­lose Ele­ganz.“

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Auch sportlich sei ein Wechsel derzeit nur bedingt nachvollziehbar, meint Schmitt. „Aktuell würde Rose einen Peu­geot durch einen Renault tau­schen. Natür­lich ver­fügt der BVB über andere Mög­lich­keiten, keine Frage. Und die Mann­schaft ist gespickt mit Top­ta­lenten. Das Sta­dion ist fan­tas­tisch. Mit Erd­nüssen würde er dort auch nicht bezahlt werden“, sagt Schmitt. „Aber ich frage mich, worin der sport­liche Reiz der­zeit liegen sollte. Durch die sehr junge Dort­munder Mann­schaft, den Erfolg der Leip­ziger und die über­mäch­tigen Bayern wird es für den BVB in den nächsten zwei bis drei Jahren ver­mut­lich um Platz Zwei und den Pokal gehen. Natür­lich keine schlechten Per­spek­tiven, ich möchte nicht arro­gant klingen. Den­noch frage ich mich, warum Rose und seine Leute nicht eher ihren nächsten Schritt auch in Mön­chen­glad­bach, mitt­ler­weile einer guten Adresse im euro­päi­schen Fuß­ball, machen sollten. Hier ent­steht doch was. Ein vierter Platz und ein Pokal­sieg mit Glad­bach sind doch sport­lich reiz­voller als ein zweiter Platz und der Gewinn des Potts mit dem BVB.“

Marco Rose könnte im Sommer aufgrund einer Ausstiegsklausel zum BVB wechseln

Und dann legt Tommi Schmitt auch noch ein wenig den Finger in die Wunde der BVB-Fans. Borussia Dortmund ist in der sportlichen Krise, ein Absturz ins Mittelfeld droht. Schmitts Kommentar dazu: „Der BVB nur noch national unter­wegs? Da würden sich zumin­dest einige in Dort­mund-Dorst­feld freuen.“

Fest steht: Marco Rose kann die Fohlen im Sommer aufgrund einer Ausstiegsklausel vorzeitig verlassen. In Dortmund ist er unbestritten Wunschkandidat und Favorit auf das Traineramt. Rose hat sich zu den Gerüchten bislang nicht geäußert, aber auch Bekenntnisse zu Borussia Mönchengladbach vermieden.

BVB und Gladbach treffen sich im DFB-Pokal wieder

Borussia Dortmund, aktuell noch von Edin Terzic trainiert, und Borussia Mönchengladbach treffen am 2. März (20.45 Uhr, live im Free-TV) im Viertelfinale des DFB-Pokals aufeinander. Gespielt wird im Borussiapark in Gladbach. Das Bundesliga-Duell zum Rückrundenauftakt vor drei Wochen entschieden die Fohlen mit 4:2 für sich.

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