Vor Zenit-Spiel: BVB-Trainer Favre nimmt Reus und Sancho in Schutz

Champions League

Nach dem 1:3 in Rom darf sich der BVB in der Champions League keinen weiteren Ausrutscher leisten. Lucien Favre nimmt Marco Reus und Jadon Sancho vor dem Spiel gegen St. Petersburg in Schutz.

Dortmund

, 27.10.2020, 16:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Trainer Lucien Favre (r.) nimmt Kapitän Marco Reus in Schutz.

BVB-Trainer Lucien Favre (r.) nimmt Kapitän Marco Reus in Schutz. © imago / Norbert Schmidt

Borussia Dortmund hat sich nach dem Fehlstart in die Champions League beim 1:3 bei Lazio Wiedergutmachung auf die Fahnen geschrieben. „In Rom haben wir keine gute Leistung gebracht, es gibt viel zu verbessern und noch viele Möglichkeiten zu punkten“, sagte Defensivstratege Thomas Delaney. „Ich habe keine Angst, dass wir uns nicht für die K.o.-Runde qualifizieren.“

BVB muss auf Zagadou, Schmelzer und Can verzichten

Gegen Zenit St. Petersburg (Anpfiff: 21 Uhr/live im TV) muss der BVB „eine sehr gute Leistung bringen“, fordert Trainer Lucien Favre. Ihm stehen bis auf die Langzeitverletzten Dan-Axel Zagadou und Marcel Schmelzer sowie Emre Can (Corona-Infektion) alle Spieler zur Verfügung. Ob Roman Bürki (Favre: „Er ist nicht mehr verletzt und nicht mehr krank“) als etatmäßige Nummer eins wieder im Tor stehen wird, ließ der Trainer offen. „Ich möchte nicht über unsere Aufstellung sprechen.“

Keine Bedenken hat Favre nach eigener Aussage beim formschwachen Jadon Sancho, der seit der Corona-Zwangspause im Frühjahr noch nicht zu alter Stärke zurückgefunden hat. „Das wird wiederkommen“, sagte der 62-Jährige. „Es gab viele Gerüchte, dass kann einen Einfluss haben. Und ein Spieler kann nicht ein Jahr lang in Topform sein. Das kann kein Spieler der Welt.“ Auch beim in Rom schwach und gegen Schalke nur kurz spielenden Kapitän Marco Reus will Favre Geduld zeigen: „Er war lange verletzt, es braucht seine Zeit.“

BVB-Trainer Favre hat Artem Dzyuba als Zenit-Fixpunkt ausgemacht

Den Gegner Zenit hat Favre intensiv studiert und in der Offensive Artem Dzyuba, den Kapitän von St. Petersburg und der russischen Nationalmannschaft, als Fixpunkt ausgemacht. „Er kann den Ball sehr gut halten und gut verlängern. Er ist groß und kräftig und sehr geschickt vor dem Tor.“ In der vergangenen Saison erzielte Dzyuba 17 Tore und legte 14 Treffer auf. In den bisherigen zwölf Saisonspielen in der russischen Premjer Liga steht er bei sechs Toren und vier Vorlagen.

Allzu viel will der BVB aber gar nicht auf den Gegner schauen, sondern die eigenen Qualitäten durchsetzen - und die drei Punkte in Dortmund behalten. Sportdirektor Michael Zorc: „Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben und müssen gewinnen.“

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