Tom Bartels: „Sancho und Haaland sind ein Geschenk für die Bundesliga“

dzGastkolumne

Tom Bartels (54) kommentiert alle großen Fußballspiele in der ARD - und heute den BVB-Auftritt gegen Mainz 05 in der Sportschau. Er schwärmt von Sancho und Haaland - und lobt Lucien Favre.

von Tom Bartels

Dortmund

, 17.06.2020, 12:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zunächst einmal bin ich dankbar dafür, dass sich Borussia Dortmund in den vergangenen zehn Jahren zum größten Konkurrenten des FC Bayern München aufgeschwungen hat und dem Rekordmeister mittlerweile selbstbewusst den Kampf ansagt. Das traut sich ja sonst eigentlich niemand mehr, doch der BVB kann es sich zum Glück erlauben, weil er fantastische Offensivspieler hat, tollen Fußball anbietet, immer wieder gute Transfers tätigt und riesige Talente für den Klub begeistern kann.

Ich betrachte es beispielsweise als ein Geschenk für die Bundesliga, dass ein Jadon Sancho oder ein Erling Haaland, zwei der vielversprechendsten Talente im Fußball überhaupt, für Borussia Dortmund auflaufen. Der BVB findet diese Spieler - und er findet sie vor allem regelmäßig.

Bartels über die BVB-Saison: „Das ist einfach richtig gut“

Insgesamt spielt der BVB auch im zweiten Jahr unter Lucien Favre, das ist meine Sicht auf die Dinge, eine sehr gute Saison, mit der sie in Dortmund zufrieden sein können. Womöglich zweimal Vizemeister in der Liga, womöglich zweimal über 70 Punkte und aller Voraussicht nach ein neuer Torrekord: Das ist einfach richtig gut - und man darf als Borussia Dortmund in der Champions League auch gegen Paris Saint-Germain verlieren.

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Der große Makel, der bei allem Lob nicht wegzudiskutieren ist, bleibt das jüngste Abschneiden im DFB-Pokal. Dadurch bekommen zwei eigentlich sehr erfolgreiche Jahre unter Favre einen negativen Anstrich. Zwei Achtelfinal-Ausrutscher gegen Werder Bremen nacheinander dürfen dem BVB mit all seiner Qualität nicht unterlaufen - und nun steht man zum zweiten Mal unter Favre frühzeitig ohne Titelchance da.

Bartels setzt beim BVB weiterhin auf Lucien Favre

Die Verantwortlichen müssen nun bewerten, ob es auf dieser Welt einen verfügbaren Trainer gibt, der mehr aus dieser Mannschaft herauskitzeln kann. Es wird trotz des Pokal-Makels sehr schwierig, jemand besseren zu finden als Favre, weil der Schweizer seine Mannschaft unter dem Strich auf einem unheimlich hohen Niveau stabilisiert hat – und ich glaube, dass mehr für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit spricht als für eine Trennung im Sommer.

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