Titelchance, Aufholjagd, Tordifferenz: BVB erneut vor turbulentem Saisonfinale

Borussia Dortmund

Für Borussia Dortmund geht es im Endspurt um die Champions League. Auch in den vergangenen Jahren stand für den BVB in den finalen drei Partien viel auf dem Spiel. Wir blicken zurück.

Dortmund

, 04.05.2021, 09:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Enttäuschte Gesichter: Mario Götze, Marco Reus und der BVB verpassten im Sommer 2019 den Titelgewinn.

Enttäuschte Gesichter: Mario Götze, Marco Reus und der BVB verpassten im Sommer 2019 den Titelgewinn. © dpa

Drei Bundesliga-Spiele stehen für Borussia Dortmund in dieser Saison noch auf dem Programm. Einen Zähler beträgt der Rückstand der Schwarzgelben auf den vierten Platz, der zur Champions-League-Teilnahme berechtigt. Der Borussia helfen nur Siege, um noch Vierter oder sogar Dritter zu werden. Dazu kommt noch das DFB-Pokal-Finale gegen RB Leipzig. Im Prinzip stehen für Dortmund also zum Ende der Spielzeit vier Endspiele an. In den vergangenen Jahren stand für den BVB im Saisonendspurt stets viel auf dem Spiel: Meisterschaft, Qualifikation für die Champions League oder das internationale Geschäft generell. Einmal blieb das Happy End aus.

Saison 18/19: Der BVB verpasst die Mini-Chance auf den Titel

„Wir haben jetzt einen Spieltag vor Schluss eine Situation, dass die Bayern alles verlieren und wir alles gewinnen können“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor der letzten Partie der Saison 2018/19. Zwei Punkte betrug der Rückstand des Tabellenzweiten vor dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach auf Tabellenführer FC Bayern München.

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Denselben Rückstand wies die Borussia auch schon nach dem 31. Spieltag auf. Kein Fan wird sich an das Spiel gerne zurückerinnern. Es war das Revierderby gegen Schalke, das der BVB mit 2:4 verlor und bei dem Marco Reus und Marius Wolf innerhalb von fünf Minuten vom Platz flogen. Da die Bayern einen Tag später beim 1. FC Nürnberg nicht über ein 1:1 hinauskamen, tat die Niederlage noch mehr weh.

Salif Sane erzielt das 2:1 für Schalke. Durch die 2:4-Niederlage verpasste der BVB die Chance, auf Platz eins zu springen.

Salif Sane erzielt das 2:1 für Schalke. Durch die 2:4-Niederlage verpasste der BVB die Chance, auf Platz eins zu springen. © dpa

Weil München am 33. Spieltag auch gegen Leipzig nur einen Punkt holte, besaß der BVB trotz eines 2:2-Unentschiedens bei Werder Bremen am letzten Spieltag noch eine kleine Titelchance. Dortmund benötigte einen Sieg in Mönchengladbach, München musste gegen Eintracht Frankfurt verlieren.

Die Bayern ließen sich jedoch nicht beirren und wiesen die Eintracht mit 5:1 in die Schranken. Der 2:0-Sieg des Teams von Lucien Favre war daher wertlos und blieb den Dortmundern nur die Vize-Meisterschaft.

Saison 17/18: Tordifferenz rettet den BVB in die Champions League

Auch in der Saison zuvor hielt die Spannung bis zum letzten Spieltag. In der Spielzeit 2017/18 ging es für den BVB aber nicht um die Meisterschaft, sondern die Qualifikation zur Champions League. Dramatisch war es an den letzten drei Spieltagen trotzdem.

Fünf Punkte Vorsprung hatte der BVB als Dritter nach 31 Spieltagen auf Rang fünf, den die TSG Hoffenheim belegte. Ein üppiges Polster, oder? Nein. Denn aus den letzten drei Spielen holte die Mannschaft von Peter Stöger nur noch einen Punkt gegen Bremen und verlor gegen Abstiegskandidat Mainz sowie den direkten Konkurrenten aus Hoffenheim.

Roman Bürki und Lukasz Piszczek schauen dem Ball hinterher. Pavel Kaderabek trifft gerade zum 3:1 für Hoffenheim.

Roman Bürki und Lukasz Piszczek schauen dem Ball hinterher. Pavel Kaderabek trifft zum 3:1 für Hoffenheim. Der BVB qualifiziert sich dennoch für die Champions League. © dpa

Mickrige drei Tore ließen das Pendel schließlich zugunsten von Borussia Dortmund ausschlagen. Leverkusen musste sich mit Platz fünf zufriedengeben. Durch den 3:1-Erfolg gegen die Borussen zogen die Hoffenheimer sogar noch am BVB vorbei, der sich als Vierter in die Champions League rettete.

„Wir hatten ein Jahr, was uns so nicht wieder passieren darf. Wir müssen selbstkritisch sein, aber ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass wir uns für die Champions League qualifiziert haben“, meinte BVB-Spieler Nuri Sahin.

Saison 2014/15: BVB-Aufholjagd endet in der Europa League

Von einem Saisonendspurt kann man in der Spielzeit 2014/15 gar nicht sprechen. Der BVB befand praktisch in der gesamten Rückrunde auf der Überholspur. Nach 17 Spieltagen stand Jürgen Klopps Mannschaft auf dem 17. Platz. Durch eine starke Rückserie kämpfte sich Dortmund bis drei Partien vor Schluss auf den neunten Rang vor.

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Zwei Punkte betrug der Rückstand auf Rang sieben, der immerhin zur Europa-League-Teilnahme berechtigte. Durch Siege gegen Hertha BSC und am letzten Spieltag gegen Bremen schob sich die Borussia tatsächlich noch an Werder und Hoffenheim vorbei auf den siebten Platz.

Jürgen Klopp verabschiedet sich nach dem Spiel gegen Bremen von den BVB-Fans.

Jürgen Klopp verabschiedet sich nach dem Spiel gegen Bremen von den BVB-Fans. © dpa

Der Endspurt markierte den Schlusspunkt einer imposanten Aufholjagd und der Zeit von Jürgen Klopp beim BVB. So wie es in dieser Saison auch möglich ist, stand Dortmund im DFB-Pokal-Finale. In Klopps letztem Spiel verloren die Schwarzgelben jedoch sang- und klanglos mit 1:3 gegen den Vize-Meister VfL Wolfsburg. Geht es nach den BVB-Bossen, soll es dieses Jahr anders laufen.

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