Stillstand statt Fortschritt! Der BVB tritt seit Monaten auf der Stelle

dzKommentar

Borussia Dortmund gibt Rätsel auf. Auch in dieser Saison fehlen die Haltung und das Selbstverständnis eines Titelanwärters. Individuelle Klasse allein genügt nicht. Dirk Krampe kommentiert.

Frankfurt

, 22.09.2019, 21:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Diese Mannschaft gibt weiter Rätsel auf. Sie hat haarsträubende Fehler in Berlin gemacht, gegen Leverkusen und Barcelona ihr unbestritten großes Talent und ihre Klasse demonstriert. Am Sonntag dann hat sie in Frankfurt gegen einen Gegner komplett die Kontrolle verloren, den man 45 Minuten lang klar beherrscht hatte.

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Binnen vier Wochen hat Borussia Dortmund extreme Ausschläge in beide Richtungen gezeigt. Das passierte beileibe nicht zum ersten Mal und ist kein Indiz für eine Weiterentwicklung, für einen erkennbaren Fortschritt im Prozess, ein titelwürdiger Konkurrent zu sein. Der BVB, anders lässt sich das Remis am Main nicht bewerten, tritt in diesem Punkt seit Monaten auf der Stelle.

Michael Zorcs deutliche Worte unterstreichen das Problem: Eine Spitzenmannschaft hat solche Ausreißer nach unten nicht. Oder zumindest hat sie sie deutlich seltener. Das ist die Qualität, die den FC Bayern seit Jahren von den meisten anderen Bundesligisten unterscheidet. Man kann in Frankfurt 2:2 spielen, aber dieses Resultat sollte nicht am Ende einer Partie stehen, die Borussia Dortmund lange dominiert hatte.

Reus hat noch viel Luft nach oben

Marco Reus‘ Ausbruch nach der Partie wird nicht davon ablenken, dass er selbst zu den Spielern gehörte, denen es nicht gelang, die Mannschaft durch die hektische Schlussphase zu führen. Dabei ist genau das sein Anspruch. Auch der Kapitän aber hat in dieser frühen Saisonphase noch viel Luft nach oben.

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