Spielerischer 3:1-Sieg über Hoffenheim -Abschiedsgesten von Barrios

Meisterliche Dominanz

Es war eine Premiere: Erstmals in dieser Saison lief der BVB am Samstag weniger als der Gegner. Doch die mickrigen 200 Meter Unterschied brachten 1899 Hoffenheim keinen Vorteil. Im Gegenteil: Gegen einen stark aufspielenden Meister blieben die Gäste beim 3:1 (2:0)-Sieg der Dortmunder ohne den Hauch einer Chance.

DORTMUND

von Von Matthias Dersch

, 29.01.2012, 19:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Scheibenschießen mit dem Angstgegner: Am Samstag schoss der BVB Hoffenheims Keeper Tom Starke (l.) so richtig warm. In dieser Szene ist er jedoch machtlos, Kevin Großkreutz trifft per Außenrist zum 2:0.

Scheibenschießen mit dem Angstgegner: Am Samstag schoss der BVB Hoffenheims Keeper Tom Starke (l.) so richtig warm. In dieser Szene ist er jedoch machtlos, Kevin Großkreutz trifft per Außenrist zum 2:0.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Fußball-Bundesliga: BVB - Hoffenheim

Nach dem überragenden 5:1 beim HSV zum Rückrundenauftakt legte der BVB im ersten Heimspiel des Jahres 2012 gegen die TSG Hoffenheim nach. DIe Truppe von Trainer Jürgen Klopp spielte phasenweise wie im Rausch und verpasste einen noch deutlicheren Sieg.
28.01.2012
/
Freude nach dem 3:1: Dortmunds Robert Lewandowski (.) mit Trainer Jürgen Klopp und Mats Hummels (r.).© Marcus Brandt (dpa)
Die Leistungskurve von Shinji Kagawa zeigt wieder nach oben.© Foto: dpa
Dortmunder Jubeltraube: Der BVB feiert das 1:0.© Kevin Kurek (dpa)
Kevin Großkreutz erzielt das 2:0 gegen Hoffenheim.© Kevin Kurek (dpa)
Der Dortmunder Sven Bender und Roberto Firmino im Kopfballduell. © dpa
Dortmunds Robert Lewandowski (unten) gewinnt das Kopfballduell gegen Andreas Beck von 1899 Hoffenheim.© dpa
Spektakulär: Dortmunds Lucas Barrios mit dem Fallrückzieher.© dpa
Die Fans von Borussia Dortmund zeigen vor dem Spiel auf der Südtribüne ein großes Hoffenheim Trikot, mit der Aufschrift "Kapital". © dpa
Jürgen Klopp spricht von einem "großen Luxus", beim BVB arbeiten zu dürfen.© Foto: dpa
Torschütze Shinji Kagawa jubelt über den Treffer zum 1:0. © dpa
Erstes Highlight im Signal Iduna Park: Shinji Kagawa trifft zum 1:0.© dpa
Ryan Babel und Neven Subotic im Kopfballduell.© dpa
Sejad Salihovic wird von Dortmunds Jakub Blaszczykowski bedrängt.© dpa
Dortmunds Sven Bender (l.) beackert Hoffenheims Tobias Weis. In den meisten Fällen behielt der Dortmunder die Oberhand.© dpa
Kevin Großkreutz gibt in der Rückrunde wieder Vollgas. Aber reicht es noch, um auf den EM-Zug aufzuspringen?© Foto: dpa
Die Dortmunder Mats Hummels (l.) und Torschütze Kevin Großkreutz jubeln über den Treffer zum 2:0. © dpa
Schlagworte

„Wir haben eine der besten Anfangsphasen meiner Mannschaft seit einiger Zeit gesehen“, lobte BVB-Trainer Jürgen Klopp seine Mannschaft für einen Auftritt, den sich die Konkurrenz ganz genau angesehen haben dürfte. „Was wir da im Gegenpressing und im letzten Drittel des Spielfelds gemacht haben, war außergewöhnlich gut.“ Allein Robert Lewandowski hätte den BVB in den ersten zehn Minuten schon mit drei Toren in Front schießen können. Doch der beste Dortmunder Angreifer der laufenden Saison fand dreimal in Tom Starke seinen Meister (5., 8., 9.). Der Gäste-Keeper war der einzige Profi von 1899-Trainer Holger Stanislawski, der in der ersten Hälfte Bundesliga-Tauglichkeit nachwies. Der Rest ließ sich von Dortmunds Zauber-Kickern wie eine Schüler-Auswahl vorführen. Auch Starke konnte die Tore von Kagawa und Großkreutz nicht verhindern, doch immerhin durfte er sich anschließend auf die Fahne schreiben, ein Debakel seiner Mannschaft fast im Alleingang verhindert zu haben.

„Es war ein komisches Spiel“, meinte Klopp trotz der klaren Dominanz des BVB. „Wir dachten zur Pause, dass wir 90 Prozent richtig und zehn Prozent falsch machen. In diesen Momenten sah es aber immer so aus, als könnten wir ein Tor kassieren.“In Hälfte eins musste Roman Weidenfeller allerdings nur einmal eingreifen, dafür aber richtig: Sein Reflex bei Ryan Babels Schuss verhinderte den Hoffenheimer Anschlusstreffer zum 1:2 (34.). Ab der 60. Minute veränderte sich dann jedoch die Dynamik des Spiels. Dortmund nahm einen Gang raus, lief nur noch im Energiespar-Modus und lud die Gäste ein, sich für den peinlichen Auftritt zuvor zu rehabilitieren. Doch Johnsons Treffer war letztlich zu wenig, um den Meister noch ins Wanken zu bringen.

„Unsere Reaktion in den letzten 30 Minuten ist das Positive, was wir aus diesem Spiel mitnehmen“, meinte Stanislawski, „ansonsten hat uns der BVB auf vielen Positionen gezeigt, wie sich Handlungsschnelligkeit und Durchsetzungsfähigkeit anfühlt. Sie sind in der Form für uns eine Klasse zu stark.“

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Fußball-Bundesliga: BVB - Hoffenheim

Nach dem überragenden 5:1 beim HSV zum Rückrundenauftakt legte der BVB im ersten Heimspiel des Jahres 2012 gegen die TSG Hoffenheim nach. DIe Truppe von Trainer Jürgen Klopp spielte phasenweise wie im Rausch und verpasste einen noch deutlicheren Sieg.
28.01.2012
/
Freude nach dem 3:1: Dortmunds Robert Lewandowski (.) mit Trainer Jürgen Klopp und Mats Hummels (r.).© Marcus Brandt (dpa)
Die Leistungskurve von Shinji Kagawa zeigt wieder nach oben.© Foto: dpa
Dortmunder Jubeltraube: Der BVB feiert das 1:0.© Kevin Kurek (dpa)
Kevin Großkreutz erzielt das 2:0 gegen Hoffenheim.© Kevin Kurek (dpa)
Der Dortmunder Sven Bender und Roberto Firmino im Kopfballduell. © dpa
Dortmunds Robert Lewandowski (unten) gewinnt das Kopfballduell gegen Andreas Beck von 1899 Hoffenheim.© dpa
Spektakulär: Dortmunds Lucas Barrios mit dem Fallrückzieher.© dpa
Die Fans von Borussia Dortmund zeigen vor dem Spiel auf der Südtribüne ein großes Hoffenheim Trikot, mit der Aufschrift "Kapital". © dpa
Jürgen Klopp spricht von einem "großen Luxus", beim BVB arbeiten zu dürfen.© Foto: dpa
Torschütze Shinji Kagawa jubelt über den Treffer zum 1:0. © dpa
Erstes Highlight im Signal Iduna Park: Shinji Kagawa trifft zum 1:0.© dpa
Ryan Babel und Neven Subotic im Kopfballduell.© dpa
Sejad Salihovic wird von Dortmunds Jakub Blaszczykowski bedrängt.© dpa
Dortmunds Sven Bender (l.) beackert Hoffenheims Tobias Weis. In den meisten Fällen behielt der Dortmunder die Oberhand.© dpa
Kevin Großkreutz gibt in der Rückrunde wieder Vollgas. Aber reicht es noch, um auf den EM-Zug aufzuspringen?© Foto: dpa
Die Dortmunder Mats Hummels (l.) und Torschütze Kevin Großkreutz jubeln über den Treffer zum 2:0. © dpa
Schlagworte

Klopp nahm das Lob dankend an, fand jedoch trotz des Traumstarts in die Rückrunde mit sechs Punkten und 8:2 Toren aus zwei Partien mahnende Worte. „Ich will nicht überkritisch sein, aber Fakt ist, dass wir noch genügend zu tun haben.“ Es war die typische Reaktion eines Trainers, der ein wenig Dampf aus dem Euphorie-Kessel nehmen will. Denn bis auf die viel zu niedrige Torausbeute gab es keinen Grund, das hohe Lied der Klage zu singen.

Und so konzentrierte sich nach dem Abpfiff alles auf die Mimik und Gestik von Lucas Barrios. 13 Minuten ließ Klopp seinen abwanderungswilligen Stürmer noch einmal von der Leine. Anschließend baute sich der Südamerikaner allein vor der Südtribüne auf und ließ sich von den BVB-Fans mit lauten „Lucas, Lucas“-Sprechchören feiern. Auch wenn es bis Sonntag noch kein Angebot für ihn gab, deutet vieles darauf hin, dass diese Chöre zum letzten Mal im Signal Iduna Park zu hören waren.

Lesen Sie jetzt