So erklärt Ex-Borusse Massimo Mariotti seinen Wechsel zum FC Schalke 04

Brisanter Neustart

Massimo Mariotti war 15 Jahre lang in verschiedenen Funktionen beim BVB tätig, zuletzt arbeitete er für den VfB Stuttgart. Jetzt zieht es ihn zum FC Schalke 04 - ein brisanter Wechsel.

Dortmund

, 27.06.2019, 13:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
So erklärt Ex-Borusse Massimo Mariotti seinen Wechsel zum FC Schalke 04

Massimo Mariotti (M.) im Gespräch mit BVB-Teamleiter Sebastian Kehl und Teammanager Arne Niehörster. © Thomas Bielefeld

Mariotti ahnt, dass vielleicht nicht jeder BVB-Anhänger seinen Schritt nachvollziehen kann und gut finden wird. „Ich weiß natürlich um die große Rivalität“, sagte er am Donnerstag im Gespräch mit dieser Redaktion. „Aber es ist eine private Entscheidung, die ich vor allem für meine Familie getroffen habe.“

Mariotti freut sich auf die neue Herausforderung

Der Schritt weg aus Stuttgart sei ihm unabhängig von der Wahl des neuen Ziels nicht leicht gefallen. „Total wohl gefühlt“ habe er sich beim VfB, und als der neue S04-Trainer David Wagner am Telefon war, musste er erst einmal ein paar Tage über das Angebot nachdenken. Die „privaten Gründe“, die den Ausschlag gegeben hätten, will er nicht näher ausführen. Nur so viel: Die Familie sei trotz seines Engagements in Stuttgart im Ruhrgebiet wohnen geblieben, „das bedeutete viel Fahrerei und oft auch, getrennt von den Menschen zu sein, die mir sehr wichtig sind.“

So erklärt Ex-Borusse Massimo Mariotti seinen Wechsel zum FC Schalke 04

Über Pierre-Emerick Aubameyang sagt Mariotti: „Ein toller Sportler, vor allem auch ein toller Menschen!“ © imago

Massimo Mariotti freut sich auf die neue Herausforderung. Genauer definiert wird sie in den kommenden Tagen, ein Gespräch mit S04-Trainer David Wagner und der neuen sportlichen Leitung bei den Königsblauen soll bald folgen. „Etwas ähnliches wie in Dortmund und Stuttgart“, darauf laufe es hinaus.

Mariotti unterstütze Wagner in Dortmund als Co-Trainer

Beim BVB kümmerte sich Mariotti zuletzt um die ausländischen Profis, er half bei Behördengängen, bei der Eingewöhnung. Und fungierte als Dolmetscher für das Trainerteam und die Medien. Wagner unterstützte er während seiner Trainerzeit bei der BVB-U23 als Co-Trainer. Die Verbundenheit zum ehemaligen Eurofighter blieb, auch als David Wagner die Borussia verließ, um als Cheftrainer in England zu arbeiten.

So erklärt Ex-Borusse Massimo Mariotti seinen Wechsel zum FC Schalke 04

Mit Dan-Axel Zagadou hat Mariotti noch regelmäßig Kontakt. © imago

Verbunden fühlt er sich heute auch noch mit vielen Schwarzgelben. „Wir haben respektvoll zusammengearbeitet“, sagt er, „das steht bei mir immer über allem. Es geht um Menschen und den ehrlichen Umgang miteinander.“ Es sei eine „tolle Zeit“ gewesen, „die ich immer in Erinnerung behalten werde.“ Respekt ist überhaupt ein Wort, das er gerne verwendet. Dass viele Spieler den Kontakt gehalten haben, freut ihn.

Mariotti: „Tolle Sportler, vor allem auch tolle Menschen“

Mit Raphael Guerreiro telefoniert er noch regelmäßig, auch Abdou Diallo und Dan-Axel Zagadou halten aus dem aktuellen BVB-Kader noch den direkten Draht. Für sie erledigt er auch heute noch kleinere Aufgaben. Regelmäßigen Kontakt gibt es auch zu einigen Ehemaligen. „Micki, Sokratis - und natürlich Auba“, zählt er auf. „Tolle Sportler, vor allem auch tolle Menschen!“

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