Schmerzmittel im Fußball: Subotic vertraut weiterhin BVB-Ärzten

Fußball

Der frühere Dortmunder Verteidiger Neven Subotic lehnt die Einnahme von Schmerzmitteln ab. Auch, weil er den Ärzten des BVB vertraut.

Dortmund

, 10.06.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ex-BVB-Profi Neven Subotic.

Ex-BVB-Profi Neven Subotic. © picture alliance/dpa

In der aktuellen ARD-Dokumentation „Geheimsache Doping – Hau rein die Pille!“ kommt Neven Subotic zu Wort. Der Fußballprofi, einst beim BVB und aktuell bei Union Berlin unter Vertrag, sagt mit Blick auf seine Profikarriere, dass er nicht selten extremen Einsatz von Schmerzmitteln mitbekommen habe. Das Medikament Ibuprofen sei mitunter „wie Smarties verteilt“ worden, und Aufklärungsarbeit über die Risiken und Nebenwirkungen der Mittel habe es in den Klubs nicht gegeben. „Weil auch die Vereine unter dem Druck stehen, den Spieler fit zu kriegen“, sagt Subotic in der Dokumentation.

Schmerzmittel im Fußball: kein Doping, aber schädlich

Schmerzmittel stehen zwar nicht auf der Dopingliste, können aber auf Dauer innere Organe schwer schädigen. Einige Spieler, so Subotic, hätten Schmerzmittel „Woche für Woche vor dem Spiel gebraucht“.

Bei welchen Klubs er diese Beobachtungen gemacht hat, verrät Subotic nicht. Er spielte für Union Berlin, Mainz 05, für AS St. Etienne, und fast zehn Jahre lang trug der heute 31-jährige Verteidiger das Trikot von Borussia Dortmund, gewann mit den Schwarzgelben zwei Meistertitel und den DFB-Pokal. Hat es womöglich auch beim BVB diese Fälle gegeben?

Schmerzmittel im Fußball: BVB klärt Spieler auf

Der Klub äußert sich wie alle anderen Bundesligisten zwar nicht in der Öffentlichkeit dazu und verweist darauf, dass medizinische Belange der Spieler deren Privatsache seien. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten gibt es aber beim BVB seit Jahren intern eine engmaschige Aufklärung durch die Teamärzte über Medikamente, Risiken und Dopingrichtlinien. Zudem konsultiert Neven Subotic, der nach eigener Aussage die Einnahme von Schmerzmitteln selbst ablehnt, im Bedarfsfall noch immer die Ärzte der Borussia um Dr. Markus Braun. Und das, obwohl Subotic den Klub bereits vor zweieinhalb Jahren verlassen hat. Es spricht also für ein intaktes Vertrauensverhältnis.

Lesen Sie jetzt