Weidenfeller als Elfmeterkiller: Der BVB-Keeper lässt die Titelträume der Bayern platzen

Zeitspiel

BVB gegen Bayern - der Höhepunkt des Titelkampfes der Saison 2011/12 steigt am 11. April im Signal Iduna Park. Roman Weidenfeller zeigt eine der wichtigsten Paraden seiner Karriere.

Dortmund

von Dennis Winterhagen

, 07.11.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weidenfeller als Elfmeterkiller: Der BVB-Keeper lässt die Titelträume der Bayern platzen

Roman Weidenfeller bejubelt den BVB-Sieg gegen den FC Bayern München. © dpa

Drei Punkte Vorsprung auf Bayern München, ungeschlagen seit dem siebten Spieltag - der BVB empfängt den Rekordmeister an diesem Mittwochabend im April 2012 mit breiter Brust. Das Stadion ist ausverkauft. 80.720 Zuschauer fiebern dem Gipfeltreffen entgegen - und sehen ein Spiel auf ein Tor.

Großkreutz und Lewandowski haben die BVB-Führung auf dem Fuß

Borussia Dortmund ist früh am Drücker und erspielt sich in der sechsten Minute die erste große Chance: Nach gutem Zusammenspiel zwischen Ilkay Gündogan und Shinji Kagawa kommt Kevin Großkreutz am zweiten Pfosten frei zum Schuss, scheitert aber an Manuel Neuer. Robert Lewandowskis Nachschuss hält der deutsche Nationaltorhüter ebenfalls.

Weidenfeller als Elfmeterkiller: Der BVB-Keeper lässt die Titelträume der Bayern platzen

Intensiver Zweikampf zwischen Sebastian Kehl und Arjen Robben. © dpa

Den Bayern gelingt kaum etwas. Toni Kroos versucht es in der 30. Minute aus der Distanz, sein Schuss saust allerdings am Tor vorbei. Anders der BVB: Kurz vor der Pause hat Lukasz Piszczek auf der rechten Seite viel Platz und schlägt eine Flanke in die Mitte. Dort steht Lewandowski, schraubt sich hoch und köpft den Ball Richtung Tor. Neuer ist geschlagen, Torjubel bricht bei den Schwarzgelben von Trainer Jürgen Klopp trotzdem nicht aus - der Pfosten retten die Münchner. Mit einem 0:0 gehen beide Teams in die Halbzeit, welche diesmal länger dauert als 15 Minuten.

Dortmund bestraft die fehlende Konsequenz der Bayern

BVB-Fans werfen von der Südtribüne aus Bananen in Richtung Bayern-Tor. Mit wenigen Minuten Verspätung wird das Topspiel fortgesetzt. Das Blatt hat sich gewendet, die Bayern treten nun aufs Gaspedal. Die Borussia kommt nur noch zu Entlastungsangriffen, der FCB wird über die Flügel mit Robben und Ribery immer gefährlicher.

Weidenfeller als Elfmeterkiller: Der BVB-Keeper lässt die Titelträume der Bayern platzen

Robert Lewandowski erzielte den entscheidenden Treffer. © dpa

Die fehlende Konsequenz des FC Bayerns bestraft der BVB gnadenlos. In der 77. Minute führt der eingewechselte Moritz Leitner eine Ecke kurz aus, spielt den Ball auf Marcel Schmelzer. Dessen Flanke klären die Bayern zunächst, das Leder landet aber bei Großkreutz. Dessen Schuss ist eigentlich eine leichte Beute für Neuer. Doch am Fünfmeterraum lauert Lewandowski und lenkt den Ball mit der Hacke ins Tor - 1:0 für den BVB, die Stimmung im Stadion explodiert.

Weidenfeller gewinnt das Privatduell mit Robben

Die Borussia führt, das Spiel ist jedoch noch lange nicht entschieden. Die Bayern erhöhen den Druck. In der 86. Minute ist es Luiz Gustavo, der sich gegen drei Borussen durchsetzt und den Ball auf Ribery spielt, der ihn klug auf Robben weiterleitet. Der Holländer ist an der Ecke des Fünfmeterraums einen Schritt vor dem herausstürmenden Weidenfeller am Ball, legt ihn nach außen, sodass ihn der Dortmunder Schlussmann trifft. Schiedsrichter Knut Kircher zögert keine Sekunde und gibt Elfmeter für die Bayern.

Weidenfeller als Elfmeterkiller: Der BVB-Keeper lässt die Titelträume der Bayern platzen

Die Szene des Spiels: Roman Weidenfeller pariert den Elfmeter von Arjen Robben. © dpa

Arjen Robben, der Gefoulte selbst, schnappt sich den Ball, legt ihn sich am Elfmeterpunkt zurecht. Der Holländer visiert die rechte Ecke an, Roman Weidenfeller hat das geahnt und begräbt den Ball unter sich. Die BVB-Profis jubeln - der entscheidende Schritt zur Deutschen Meisterschaft ist gemacht.

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