Revierderby: Bekanntgabe der Schiedsrichter verzögert sich

Borussia Dortmund

Normalerweise weiß man schon vorher, welcher Schiedsrichter eine Partie pfeift. Die Ansetzung für das Revierderby Dortmund gegen Schalke wird aber noch aus einem guten Grund geheimgehalten.

Dortmund

, 12.05.2020, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dortmunds Axel Witsel (l.) spricht mit Schiedsrichter Tobias Stieler.

Dortmunds Axel Witsel (l.) spricht mit Schiedsrichter Tobias Stieler. © Guido Kirchner

Welcher Schiedsrichter das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 pfeift, erfahren die Teams erst am Spieltag. Die Geheimhaltung des DFB hat mit dem Hygienekonzept der Bundesliga zu tun.

Revierderby: Schiedsrichter wissen Bescheid

Die Schiedsrichter es DFB wissen seit Sonntag schon Bescheid. Verraten aber dürfen sie nicht, wo ihr Einsatz beim Re-Start der Fußball-Bundesliga am Wochenende geplant ist. Ob Deniz Aytekin das Revierderby in Dortmund leiten darf, wie es beim eigentlich angesetzten Termin im März vorgesehen war? Das muss der Referee für sich behalten.

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Erst am Samstag, und nicht zwei Tage vor dem Anpfiff wie sonst üblich, wird veröffentlicht, welcher Schiedsrichter welche Partie pfeift. Der Hintergrund: Erst am Samstag liegen die aktuellsten Ergebnisse der Corona-Tests der Schiedsrichter vor – und somit könnten sich im Falle des positiven Befunds eines Referees noch kurzfristige Änderungen in der Besetzung ergeben.

Schiedsrichter stimmen sich mit Taskforce ab

Die Elite-Schiedsrichter stimmen sich seit einigen Wochen bereits eng mit der „Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ ab, die das Hygienekonzept für die Bundesliga entwickelt hat. Auch BVB-Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun war maßgebende Kraft der Taskforce. Dem Konzept entsprechend wurden die Schiedsrichter zu Beginn dieser Woche erstmals auf das Coronavirus getestet, am Tag vor dem Spiel folgt ein zweiter Test. Kann ein Schiedsrichter nicht eingesetzt werden, rückt kurzfristig ein Referee aus der Reserve nach, die sich vorsorglich ebenfalls Tests in dieser Woche unterzieht.

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Auch auf die leeren Ränge stellen sich die Unparteiischen, die wie die Bundesligaprofis in den vergangenen Wochen einen Fitnessplan abgearbeitet haben, extra ein. „Die Schiedsrichter erhalten in dieser Woche noch eine Präsentation speziell zum Thema Spiele ohne Zuschauer, damit sie sich mit der veränderten Geräuschkulisse und Akustik zu Spielsituationen vertraut machen können“, erklärt Lutz Michael Fröhlich, der sportliche Leiter der Elite-Schiedsrichter beim DFB. Es sei eine außergewöhnliche Situation auch für die Schiedsrichter, statt vor 81.000 lautstarken Fans im Signal Iduna Park dort eine quasi stille Partie zu leiten, betonte Fröhlich. „Die Herausforderung ist für alle Beteiligten groß, und auch die Verantwortung. Sie erfordert viel Disziplin im Umgang mit den medizinischen Vorgaben und mit den Vorgaben zur Hygiene. Sie erfordert ferner bei den Schiedsrichtern viel Flexibilität, weil sich auch eine kurzfristige Änderung ergeben könnte.“

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