Borussia Dortmund entdeckt in Freiburg seine Effektivität wieder: Aus wenigen Chancen schöpft der BVB reichlich Kapital und bleibt den Bayern nach dem 4:0 auf den Fersen. Reus und Sancho verdienen sich die Bestnoten. Die Einzelkritik.

Freiburg/Dortmund

, 21.04.2019, 17:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Roman Bürki: Beschäftigungslos in den ersten 20 Minuten, vielleicht fehlte ihm daher das Timing beim Anspielversuch auf Akanji, der zentral in den Füßen von Günter landete - zum Glück blieb dieser Fauxpas folgenlos (22.). Beim Schuss von Waldschmidt dann auf dem Posten (26.). Ernsthaft gefordert wurde er danach nicht mehr. Note: 3,0


Marius Wolf: Zwei Fehlpässe zu Beginn, auch sein Schussversuch landete weit oben auf der Tribüne (21.). Wichtig aber, als er Grifo den Ball vom Fuß spitzelte (32.). Er biss sich in die Partie, bis ihn die Verletzung ausbremste: Beim Flankenversuch knickte er ohne Fremdeinwirkung böse um und musste raus. Note: 3,0


Julian Weigl: Mit einer wichtigen Grätsche gegen Grifo war er früh im Spiel (9.). Stellte auch ein Bein in den Schuss von Grifo, als der Freiburger im Strafraum frei zum Schuss kam (24.). Eine solide Leistung auf der mittlerweile nicht mehr so fremden Position. Note: 2,5

Manuel Akanji: Mit seinem resoluten Zweikampf gegen Waldschmidt setzte er ein Zeichen, weil ihm die Körpersprache der Mitspieler in der Anfangsphase wohl missfiel (7.). Meiste Ballkontakte nach einer Stunde, gute Zweikampfwerte - und nach Wolfs verletzungsbedingtem Ausscheiden wies er auch seine Vielseitigkeit nach und ging auf die rechte Abwehrseite. Note: 3,0


Abdou Diallo: Eine durchwachsene Leistung. Maik Frantz beschäftigte ihn mehr, als dem Franzosen lieb sein konnte. Die linke Seite, auf der Diallo mittlerweile als Stammspieler zu Hause ist, bleibt nicht umsonst ein Thema für die zweite Phase der Kaderumstrukturierung beim BVB. Note: 3,5


Thomas Delaney: Großes Laufpensum, das ist man von ihm gewohnt. Bekam die Reihen vor allem vor der Pause aber nicht immer dicht. Danach ohne Fehl und Tadel. Note: 3,0

Axel Witsel: Gute Zweikampfwerte, gewohnt sicher auch beim Abspiel. Dennoch lange nicht so prägend im Dortmunder Spiel. Insgesamt aber ein solider Auftritt. Note: 3,0


Jadon Sancho: Sein elfter Saison-Treffer war ein einfacher, Sancho musste frei vor dem Tor nur noch den Fuß hinhalten. Das 1:0 war seine 29. (!) Torbeteiligung, damit ist er weiter einziger BVB-Spieler mit zweistelligen Werten bei Toren und Assists. Leistete diesmal auch gute Defensivarbeit als Hilfe für Wolf. Note: 2,0

Marco Reus: Nach seinem Querpass war es für Jadon Sancho ein Leichtes, den BVB in Führung zu schießen (12.). Danach diskret, hielt sich auch in den Zweikämpfen zurück und wurde von Höfler und Haberer wechselweise in Bewachung genommen. Stark dann aber sein Laufweg inklusive überlegtem Abschluss. Das 2:0 war schon sein 16. Saisontreffer (54.). Toll auch der Laufweg, der das 3:0 vorbereitete. Reus drehte auf, als es wichtig war. Note: 2,0


Raphael Guerreiro: Sein Doppelpass mit Mario Götze bereitete den Boden für Reus und die Vorbereitung des 1:0 (12.). Überall zu finden danach, auch als Hilfe für Marius Wolf auf der rechten defensiven Seite. Aus dem Fußgelenk sein Pass in die Schnittstelle der Freiburger Abwehr vor dem 2:0 - da zeigte er, welch feiner Fußballer er ist. Note: 2,5


Mario Götze: Nach der Mitarbeit beim 1:0 war lange wenig von ihm zu sehen. Überraschend seine schwache Passquote zur Pause (74 Prozent), gegen die aufmerksame Freiburger Innenverteidigung rieb er sich oft auf, ohne Durchschlagskraft zu entwickeln. Profitierte dann beim 3:0 von der guten Vorarbeit seiner Offensiv-Kollegen (79.). Note: 3,5


Ömer Toprak: Rückte nach Wolfs Verletzung in die Innenverteidigung. Dort ohne große Probleme. Note: 3,0


Christian Pulisic (71. für Guerreiro) und Paco Alcacer (80. für Götze), der immerhin per Elfmeter sein Torkonto noch auf 17 Saisontreffer aufpeppen konnte, kamen spät ins Spiel und bleiben daher ohne Note.

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