Ein Tor erzielt, zwei Hundertprozentige vergeben: BVB-Kapitän Marco Reus hätte beim 1:1 in Frankfurt der entscheidende Mann sein können. Die besten Dortmunder spielen hinten. Unsere Einzelkritik.

Frankfurt

, 02.02.2019 / Lesedauer: 4 min

Roman Bürki: Selbst ein folgenloses Gegentor wie das beim 5:1 gegen Hannover fuchste ihn. Das 1:1 von Luka Jovic (36.) nicht weniger, auch wenn er es nicht verhindern konnte. Der Schweizer wehrte zweimal klasse mit dem Fuß ab gegen Danny da Costa (3.) und Ante Rebic (34.), tauchte erneut gegen Rebic ab (57.). Auch im Strafraum sicher (44.). Ein Rückhalt. Note: 2,0


Lukasz Piszczek: Nach Fußverletzung rechtzeitig fit. Robust und griffig in den direkten Duellen, was Schwerstarbeit für ihn bedeutete, wenn die Eintracht mit Rebic und Kostic über seine Seite Druck entfachte und Sancho den Rückwärtsgang nicht rechtzeitig fand. Nur einmal zu sorglos (78.). Note: 2,5


Julian Weigl: Viermal lief er jetzt für den BVB als Innenverteidiger auf (drei Siege, ein Remis). Erstmals übrigens vor eineinhalb Jahren beim 2:2 des BVB in Frankfurt im Oktober 2017, damals noch unter Peter Bosz. Physisch und in den Sprints setzte ihm Frankfurts Büffelherde mächtig zu. Beim Versuch zu klären schoss er Ante Rebic an - Bürki rettete (34.). Bekam dank seines guten Stellungsspiels immer wieder den Fuß dazwischen, wenn die Eintracht anrannte, das war stark! Note: 2,5

Abdou Diallo: Er leistete sich mehrere Unachtsamkeiten in den ersten 20 Minuten, dann wäre ihm nach einem Missverständnis mit Weigl fast ein folgenschwerer Lapsus unterlaufen (34.). Stabilisieren konnte er die Defensive nicht, auch wenn er sich nach dem Seitenwechsel steigerte. Note: 4,0


Achraf Hakimi: Begann vogelwild, ließ erst da Costa laufen (3.) und passte danach ins Zentrum (4.). Auch im weiteren Spielverlauf war der BVB auf der linken Seite immer wieder anfällig und ungewohnt unsicher. Seine gelegentlichen Konterattacken machten diese Defizite nicht wett. Note: 4,0


Axel Witsel: Traf in den ersten beiden Rückrundenpartien, weil er intensiv an seiner Schusstechnik gearbeitet hat. Ließ sich in Frankfurt teilweise tief fallen, um bei Ballbesitz Ruhe reinzubringen. Seine Vorlage nach 50-Meter-Sprint hätte Marco verwerten müssen (26.). Immer wenn er sich um den Spielvortrag bemühte, hatte der BVB das Geschehen im Griff. Note: 3,0

Thomas Delaney: Rennen, grätschen, weiterkämpfen - ein Spiel wie gemacht für den Dänen. Hielt mit aller Intensität dagegen. Stand nah bei Torschützte Jovic, war am Gegentreffer aber nicht schuld (36.). Sah seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison, fehlt kommende Woche gegen Hoffenheim. Note: 3,5


Jadon Sancho: Zwölf Assists hat der 18-jährige Engländer auf seinem Konto. Die Anfangsphase in Frankfurt gehörte aber nicht ihm mit falschen Entscheidungen und unpräzise Zuspielen. Auch danach immer wieder fahrig und fehlerbehaftet. Nach 65 Minuten räumte er seinen Platz für Christian Pulisic. Note: 4,5


Marco Reus: Torschütze und Unglücksrabe: Vollstrecker, als ihm Guerreiro die Führung auflegte (22.). Keine zwei Minuten später musste (!) er frei vor SGE-Torwart Kevin Trapp nachlegen. Und er versiebte auch die nächste Riesenchance, als er nach Witsels Flanke nur die Oberkante der Latte traf (26.). Dieses Unglück machte ihm zu schaffen, danach gelang wenig. Note: 4,0

Raphael Guerreiro: Leitete schon den ersten brauchbaren Angriff ein (12.) und dann auch mit dem Doppelpass das 1:0 von Marco Reus, als er sich links toll im Strafraum durchtankte (22.). Allerdings ging der Ausgleich zum Teil auf seine Kappe, als er im Vorwärtsgang den Ball verlor (36.). In Durchgang zwei unauffälliger, in der 78. Minute kam für ihn Jacob Bruun Larsen. Note: 3,0


Paco Alcacer: Nach sechs Wochen erstmals wieder in der Anfangsformation. Traf als Startelfer in Stuttgart und gegen Bremen, sonst zehn Mal nach Einwechslungen. Bereit zu knipsen, als ihn nach Sanchos Querpass Makoto Hasebe im letzten Moment blockte (12.). Ansonsten lange abgemeldet, ehe Trapp sein ganzes Können gegen ihn aufbieten musste (68.). Sein nahezu perfekt getretener Freistoß senkte sich auf das Tornetz (85.). Danach war für ihn Schluss. Note: 4,5


Christian Pulisic: Sollte in der Schlussphase über den rechten Flügel mehr Effizienz auspacken als Sancho. Das gelang ihm nur bedingt. ohne Note


Jacob Bruun Larsen: Seine ersten Spielminuten in der Rückrunde. ohne Note


Mario Götze: Joker für die Schlussminuten gegen einen seiner Lieblingsgegner (zwei Tore, sieben Vorlagen in den letzten acht Ligaspielen gegen die Eintracht). Konnte diese Quote aber nicht ausbauen. ohne Note

Lesen Sie jetzt