Raschl erlebt intensiven Start bei den BVB-Profis - Frust bei Osterhage

dzBorussia Dortmund

Frühzeitig hat der BVB die Youngster Tobias Raschl und Patrick Osterhage mit Profi-Verträgen ausgestattet. Während Raschl unter Lucien Favre intensive Tage erlebt, ist der Frustfaktor bei Osterhage groß.

Dortmund

, 12.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Für die Kameras ist ein Lächeln Pflicht! Patrick Osterhage nimmt beim Team-Shooting der U23 von Borussia Dortmund zunächst ganz vorne Platz, wird von Vereinsfotograf Alexandre Simoes aber noch in die hintere Reihe umplatziert. Die Großen nach hinten, die Kleinen nach vorne - das weiß jeder Hobby-Knipser.

Hartnäckige Entzündung zwingt Osterhage zur Pause

Wer genau hinschaut, erkennt mehrere blaue Pflaster, im Fachjargon Kinesio-Tape genannt, an Osterhages linkem Oberschenkel. Ein Andenken aus der vergangenen Saison. Im U19-Finale gegen den VfB Stuttgart brach eine alte Verletzung erneut auf - und bereitet bis heute Probleme. „Es ist eine hartnäckige Entzündung im Knie“, sagt der 19-Jährige.

Raschl erlebt intensiven Start bei den BVB-Profis - Frust bei Osterhage

Aufgrund einer hartnäckigen Entzündung im linken Knie muss Patrick Osterhage (r.) derzeit pausieren. © Groeger

Ein gesundheitlicher Rückschlag zur Unzeit, während der Sommervorbereitung. „Derzeit darf ich leider gar nichts machen“, sagt Osterhage frustriert. Die Ärzte haben dem defensiven Mittelfeldspieler vorerst komplette Ruhe verordnet. In zwei Wochen folgt eine weitere Untersuchung. Frühestens Anfang August erscheint die Rückkehr auf den Rasen realistisch. „Das ist natürlich frustrierend“, sagt er.

Während sich der U23-Tross im Anschluss an den Fototermin in Brackel mit dem Bus auf den Weg zum Testspiel gegen den Drittligisten SV Meppen macht, geht es für Osterhage wieder nach Hause.

Raschl: „Es macht richtig viel Spaß“

Ganz anders erlebt Tobias Raschl, der sich in der vergangenen U19-Saison das Kapitänsamt mit Osterhage geteilt hatte, die erste Phase der Vorbereitung. Er ist beim Profi-Team unter Lucien Favre voll dabei. Intensiv sei das Training, berichtet er. Häufig lässt der BVB-Coach zweimal am Tag trainieren. „Aber es macht richtig viel Spaß“, sagt Raschl. Die Rückmeldungen aus dem Trainerteam „sind bislang sehr gut“.

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„Beide Spieler“, sagt auch der neue U19-Trainer Michael Skibbe, „sind in der Lage, perspektivisch mitzuhalten. Bei den Finalspielen konnte man schon sehen, dass das Spieler sind, die auch den Unterschied ausmachen.“ „Disziplin steht an oberster Stelle“, hatte Raschl im Interview mit dieser Redaktion vor einigen Wochen erklärt. „Viele Spieler sind zehn Jahre älter als man selbst, da muss man sich einordnen und entsprechend verhalten.“

Neues Auto und Selfiewünsche

Und noch etwas hat sich für Tobias Raschl geändert: Aus seinem Oldtimer ist mittlerweile ein kleiner Sportwagen geworden - gleicher Hersteller, mit Sitz in Stuttgart. Zwei junge Fans, die vor dem Trainingsgelände warten, fragen nach einem Selfie. Der Wunsch wird umgehend erfüllt. Profi ist dann doch anders als U19. Auf vielen Ebenen.

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