Ralf Rangnick kritisiert den BVB für den Transfer von Mats Hummels

Hummels-Rückkehr

Ralf Rangnick hat den BVB für den Transfer von Mats Hummels kritisiert. RB Leipzigs neuer Fußballchef sieht in dem Wechsel zwar „ein Statement“, er kann das hohe Transfervolumen aber nicht verstehen.

Dortmund

, 04.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Ralf Rangnick kritisiert den BVB für den Transfer von Mats Hummels

Ralf Rangnick kritisiert den BVB für den Transfer von Mats Hummels. © imago

Eines ist für Ralf Rangnick nach dem Wechsel von Mats Hummels zum BVB klar. „Dortmund will mit aller Macht Meister werden“, sagte der ehemalige Sportdirektor und Trainer von RB auf einer Veranstaltung in Leipzig.

Für Rangnick ist Hummels mit 30 Millionen Euro Ablöse plus Boni zu teuer

Doch der 61-Jährige sieht den Transfer sehr kritisch: „Da sind 38 Millionen Euro Ablöse geflossen und bestimmt annähernd das Gleiche noch mal für die nächsten drei Jahre an Gehalt.“

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In Leipzig hätte es diesen Transfer so nicht gegeben, stellt Rangnick klar. Und erklärt anschließend auch, warum: „Die Investition von rund 75 Millionen ist allein auf die nächsten drei Jahre ausgelegt.“ Für den BVB ist sie aber auch eine große Chance.

Rangnick freut sich über eigene Transfers

Er selbst setzt eher auf eine andere Herangehensweise - und nennt Beispiele aus dem eigenen Verrein. So führt er die Verpflichtungen von Yussuf Poulsen, Dominik Kaiser und Ibrahima Konate als die wohl wichtigsten Verpflichtungen in seinen sieben Jahren als Sportdirektor auf.

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„Vor allem über dem Coup mit Ibrahima Konate freue ich mich: Ihn haben wir für null Euro aus Sochaux geholt. Und Ibrahima ist so gut, dass er eines Tages mal bei Real Madrid oder dem FC Barcelona spielen wird“, so Rangnick.

Auch der BVB kennt solche perspektivischen Wechsel

Dass auch der BVB solche Transfers bereits mehrfach getätigt hat, hat Rangnick auf der Veranstaltung nicht erwähnt. Unter anderem die Marktwerte von Ousmane Dembele, Pierre-Emerick Aubameyang oder aktuell auch Jadon Sancho sind erst in der Zeit beim BVB explodiert. Auch Spieler wie Shniji Kagawa oder Robert Lewandwoski hat der BVB einst günstig verpflichtet und zu (Top-)Stars entwickelt.

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In diesem Sommer klotzt der BVB aber auf dem Transfermarkt. Für insgesamt mehr als 100 Millionen Euro hat Michael Zorc Julian Brandt (25 Millionen/Leverkusen), Nico Schulz (26 Millionen Euro/Hoffenheim), Thorgan Hazard (26 Millionen Euro/Gladbach) und eben Mats Hummels (30 Millionen Euro + Boni /Bayern) verpflichtet. Dazu kommt die ablösefreie Verpflichtung von Mateu Morey aus der Jugend des FC Barcelona.

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