Paderborn als heilsamer BVB-Schock! Aus dem Krisenklub ist wieder ein Titelanwärter geworden

dzKommentar

Für den BVB wird das 3:3 gegen Paderborn zum heilsamen Schock. 22 Tage später ist aus dem Krisenklub wieder ein Titelanwärter geworden. Leipzig ist nun der Gradmesser. Dirk Krampe kommentiert.

Mainz

, 14.12.2019, 21:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gerade mal drei Wochen ist es her, dass vieles, wenn nicht fast alles bei Borussia Dortmund in Frage gestellt wurde. Nach dem 3:3 gegen Paderborn schien die Saison der Borussia auf der Kippe zu stehen, ungeachtet einer in der Liga immer noch ordentlichen Ausgangsposition, ungeachtet der guten Ausgangslage vor dem Ende der Gruppenphase in der Champions League und dem erreichten Überwintern im DFB-Pokal. Es wurde über die Qualität des Trainers diskutiert, über die Mentalität der Mannschaft, die Teamchemie, die richtige Zusammenstellung dieses Kaders.

Was nach dem Offenbarungseid gegen Paderborn passierte, hat auf jeden Fall Früchte getragen. Eine Aussprache hat es gegeben, dort sollen schon sehr deutliche Worte gefallen sein, dort kamen auch unangenehme Wahrheiten auf den Tisch. Anders ist kaum zu erklären, dass Borussia Dortmund in den 22 Tagen seit dem Schock-Auftritt gegen den Aufsteiger nur noch einmal verloren hat, beim direkt folgenden Auftritt im Camp Nou in Barcelona. Schon dort aber waren Anzeichen für eine Wende erkennbar. Danach folgten vier Siege, auf unterschiedlichste Weise erarbeitet und herausgespielt.

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Bundesliga, 15. Spieltag: FSV Mainz 05 - BVB 0:4 (0:1)

Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund.
14.12.2019
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund.© Kirchner Media
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Das 4:0 in Mainz hat den messbaren Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Man sollte dieses Ergebnis vielleicht nicht überbewerten, denn die Mainzer waren selten so chancenlos in einem Heimspiel gegen den BVB wie an diesem Samstag. Andererseits kann eine Mannschaft auch nur so gut spielen, wie der Gegner es zulässt. Und Borussia Dortmund ließ fast gar nichts zu. Die wiedergefundene Kombinationsfreude, die Zielstrebigkeit im Abschluss, die hoch gehaltene Konzentration über 90 Minuten, das deutlich verbesserte Gegenpressing - es gibt viele Komponenten, die es für ein erfolgreiches Fußballspiel braucht, die plötzlich alle wieder funktionieren.

Vor allem gegen den Ball steht Dortmund stabiler

Es sei eine Intuition gewesen, auch die Systematik zu verändern, erklärte Lucien Favre. Der Anstoß kam sicher auch aus der Mannschaft, die sich im altbewährten System ganz offensichtlich nicht mehr wohl gefühlt hatte und die nun ganz anders auftritt auf dem Feld. Das Zusammenspiel der einzelnen Mannschaftsteile wirkt deutlich besser aufeinander abgestimmt, vor allem gegen den Ball steht Dortmund stabiler.

Paderborn als heilsamer BVB-Schock! Aus dem Krisenklub ist wieder ein Titelanwärter geworden

© Deltatre

Nicht, dass es nicht noch besser ginge. Prag am Dienstag deckte mit sehr hohem und mutigen Pressing so einige Schwächen auf. Den Mainzern fehlte am Samstag die Qualität, um ähnlich aggressiv zu spielen. Doch das Prag-Spiel könnte eine Blaupause für den Liga-Hit am kommenden Dienstag sein. Dem nächsten Gegner des BVB sollte man diese Fähigkeit nämlich auf keinen Fall absprechen. Leipzig wird der Gradmesser für das neue Selbstvertrauen und die neue Stabilität.

Heilsamer Schock kommt für den BVB zur richtigen Zeit

Der Spielplan meinte es durchaus gut am Höhepunkt der Krise, die so unwirklich und ewig weit weg erscheint angesichts der neuen Stärke, die diese Mannschaft ausstrahlt und auf den Platz bringt. Berlin, Düsseldorf, Prag und Mainz sind Mannschaften, die ein Klub mit den Ambitionen der Borussia auch schlagen muss. Doch die Krise war real, und das nicht vor allzu langer Zeit. Der BVB hat sie erfolgreich vertrieben. Als Warnung, jetzt nicht nachzulassen, kann und sollte sie aber auch jetzt noch dienen. „Wir müssen und wollen auch die letzten beiden Spiele vor Weihnachten gewinnen“, erklärte der am Samstag beschäftigungslose Torhüter Roman Bürki mit breiter Brust.

Ein Gewitter reinigt die Luft, sagt der Volksmund, so ist es offensichtlich auch beim BVB gewesen. Das 3:3 gegen Paderborn, gab auch Sebastian Kehl am Samstag zu, sei ein heilsamer Schock gewesen. Er kam genau zur richtigen Zeit. Aus dem Krisenklub ist in 22 Tagen wieder ein Mit-Favorit um die Meisterschaft geworden. Und der damals fast schon entlassene Trainer sitzt wieder bombensicher im Sattel. So verrückt ist der Fußball.

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