M’gladbach ist für den BVB im Pokal bislang ein schlechtes Pflaster

Zeitspiel

Borussia Dortmund tritt im DFB-Pokal zum dritten Mal auf Borussia M’gladbach. Nach zwei enttäuschenden Duellen auf dem Bökelberg will der BVB die Bilanz im heimischen Stadion aufbessern. Unser Zeitspiel.

Dortmund

von Dennis Winterhagen

, 30.10.2019, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
M’gladbach ist für den BVB im Pokal bislang ein schlechtes Pflaster

Enttäuschte Borussen (v.l.): Lars Ricken, Sebastian Kehl, Andre Bergdölmo, Juan Ramon Fernandez und Salvatore Gambino nach dem 1:2 in Mönchengladbach am 29. Oktober 2003. © dpa

Am 24. Oktober 1986 geht es für Borussia Dortmund erstmals im Pokal auf den Bökelberg. Die Partie der zweiten Runde, die damals noch am Wochenende ausgetragen wurde, findet am Freitagabend statt. Die glorreichen Zeiten der „Fohlen“ liegen bereits zehn Jahre zurück, die des BVB sind noch nicht in Reichweite. In der Bundesliga stehen die Schwarzgelben mit 11:11 Zählern lediglich auf Rang zehn, die Elf vom Niederrhein rangiert unter Jupp Heynckes gar nur auf Platz 14 (9:1 Punkte).

Deftige Pokal-Klatsche für den BVB

25.000 Zuschauer freuen sich auf ein interessantes Borussen-Duell - doch bereits nach 31 Minuten ist jede Spannung erloschen. Dirk Bakalorz, Vater von Ex-Borusse Marvin Bakalorz, bringt Gladbach in der 8. Minute in Führung, Thomas Helmer gleicht neun Minuten später für den BVB aus. Dann machen die Gastgeber kurzen Prozess - und legen drei Treffer innerhalb von 14 Minuten nach: Günter Thiele (22.), Uwe Rahn (29.) und Ulrich Borowka (31.) sorgen für einen deutlichen Halbzeitstand, den der BVB nicht mehr drehen kann. Stattdessen legen Andreas Brandts (86.) und Hans-Georg Dreßen (90.) noch zwei Treffer nach. Dortmund enttäuscht auf ganzer Linie und kassierte eine 1:6-Klatsche.

M’gladbach ist für den BVB im Pokal bislang ein schlechtes Pflaster

Peer Kluge (l.) setzt sich im Zweikampf gegen Giuseppe „Billy“ Reina durch. © dpa

17 Jahre später, am 29. Oktober 2003, gibt es wieder in der zweiten Runde die Möglichkeit zur Revanche. Dieses Mal strömen 28.000 Zuschauer zum Bökelberg. Dortmund reist als Bundesliga-Fünfter an, hat nach zehn Spielern 19 Zähler auf dem Konto. Ganz anders die Gastgeber: Platz 17 und erst ein Sieg. Dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat, zeigt sich auch an diesem Abend. Die „Fohlen“ führen bereits Mitte des ersten Durchgangs durch Treffer von Igor Demo (11.) und Joonas Kolkka (24.) mit 2:0.

Koller erzielt den späten Anschlusstreffer für den BVB

Dortmund, damals unter Trainer Matthias Sammer, enttäuscht auch in den zweiten 45 Minuten - dennoch wird es noch einmal spannend: Jan Koller verkürzt in der 88. Minute per Foulelfmeter aus BVB-Sicht auf 1:2. Gladbach lässt in den letzten Minuten aber nichts mehr anbrennen. Wieder muss Dortmund seine Pokal-Hoffnungen früh begraben. Beim dritten Vergleich, wieder in der zweiten Runde Ende Oktober, soll sich das ändern.

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