Maximilian Philipp ist wie Marco Reus - nur jünger

34 Spieler im BVB-Kader

Borussia Dortmund macht weiter Nägel mit Köpfen: Einen Tag nach der Verpflichtung des neuen Trainers Peter Bosz machte der BVB am Mittwoch auch den Transfer des Freiburgers Maximilian Philipp perfekt. Der 23-jährige Offensivspieler kostet stolze 20 Millionen Euro und ist schon Sommer-Neuzugang Nummer vier der Borussia. Auf die Südtribüne freut er sich besonders.

DORTMUND

, 08.06.2017 / Lesedauer: 3 min
Maximilian Philipp ist wie Marco Reus - nur jünger

Maximilian Philipp soll den Ausfall von Marco Reus kompensieren. Der Freiburger gilt als großes Talent mit einer ähnlichen Spielanlage wie Dortmunds verletzter Mittelfeldspieler.

Als jüngere Ausgabe von Marco Reus beschrieben zu werden, das ist per se eine Ehre und ein Lob, das so manchem aufstrebenden Profi vielleicht zu Kopf steigen würde. Philipp, der einst bei der Berliner Hertha im Nachwuchsbereich durchfiel und sich mühsam von unten über Tennis Borussia Berlin und Energie Cottbus nach oben arbeitete, sei nicht so jemand, hört man aus Freiburg. Und wenn er, wie nach seinem ersten Bundesliga-Doppelpack im September 2016 beim 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach, zum Megafon greifen und vor der vollbesetzten Tribüne im Freiburger Stadion den Vorsänger geben muss, dann hat Maximilian Philipp nach eigenem Bekunden sogar Lampenfieber.

Das dürfte nicht anders sein, wenn er im August erstmals im schwarzgelben Dress das Aufwärmprogramm vor der Südtribüne absolvieren darf. „Für Gegner ist sie angsteinflößend“, sagt der Neue, nun bis 2022 beim BVB unter Vertrag, in der vom BVB veröffentlichten Pressemitteilung. „Ich freue mich darauf, dass ich nun für sie spielen darf und von ihr nach vorne gepeitscht werde.“

Nun kommt Bosz ins Spiel

Philipps Verpflichtung hat der BVB schon vor und unabhängig von der Trainer-Entscheidung vorangetrieben. Tuchel-Nachfolger Peter Bosz aber wird nun entscheiden müssen, mit welchen Spielern er arbeiten will, welche in seinen Planungen keine Rolle spielen und wer vielleicht perspektivisch weiterhelfen kann, momentan aber womöglich woanders besser aufgehoben ist.

Mit den vier Neuzugängen, den aufrückenden U19-Junioren Dzenis Burnic und Jakob Bruun Larsen sowie nominell auch Neven Subotic nach Ende der Leihe zum 1. FC Köln stehen aktuell schon 34 Profis beim BVB unter Vertrag. Das ist selbst eingedenk des noch ungewissen Rückkehr-Zeitpunkts von Marco Reus deutlich zu viel.

Ginter nach England?

Auf der Abgabeseite muss und wird sich folglich noch einiges tun. Ob Subotic unter dem neuen Coach eine Bleibe-Perspektive hat, ist noch offen. Unabhängig davon stehen in Marc Bartra, Sokratis, Sven Bender, Matthias Ginter und Neuzugang Dan-Axel Zagadou bereits fünf Innenverteidiger im Kader. Mindestens einer dürfte noch den Absprung planen, Ginter ist der wahrscheinliche Kandidat. Er wird mit der TSG Hoffenheim in Verbindung gebracht. Aber auch Tottenham Hotspur aus der englischen Premier League soll nach Informationen dieser Redaktion ein gesteigertes Interesse an dem Nationalspieler haben. Spurs-Coach Mauricio Pochettino beobachtet die Entwicklung des 23-Jährigen schon seit mehr als einem Jahr und schätzt ihn für seine taktische Flexibilität.

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Bilder aus der Karriere des Maximilian Philipp

Bilder aus der Karriere des Maximilian Philipp.
05.06.2017
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Bilder aus der Karriere des Maximilian Philipp.© Foto: dpa
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Auch in allen anderen Mannschaftsteilen ist die Konkurrenz riesig. Joo-Ho Park kam nur auf zwei Einsätze in der Bundesliga, er steht seit einem Jahr auf der Verkaufsliste. Für einige Youngster wie Emre Mor, Mikel Merino oder Felix Passlack (Interesse des VfB Stuttgart) könnte ein Leihgeschäft Sinn ergeben. Sie benötigen Spielpraxis, die ihnen auch der neue Trainer im qualitativ noch aufgewerteten BVB-Kader nicht garantieren kann.

Und Aubameyang?

Nach Klärung der Trainerfrage wird sich die Führungsetage der Borussia nun schnellstmöglich mit der Zukunft von Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang befassen. Noch immer ist ein Wechsel wahrscheinlicher als ein Verbleib in Dortmund. Im AC Mailand ist unlängst ein neuer Interessent auf den Zug aufgesprungen, die Tendenz geht aber weiter klar in Richtung Paris, wo dem Gabuner ein Jahresgehalt von 14 Millionen Euro winken soll.

Offen ist zudem die Zukunft von Shinji Kagwa. Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft nur noch bis 2018, eine Verlängerung hat es bislang nicht gegeben. Kagawa musste am Mittwoch einen Länderspiel-Einsatz mit Japan gegen Syrien wegen einer Schulterverletzung vorzeitig abbrechen. Wie schwer er verletzt ist, war noch nicht bekannt.

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