Matthias Sammer bremst Euphorie: Leistung macht dich zum Meister, nicht die Öffentlichkeit

Borussia Dortmund

Trotz der hochkarätigen Neuverpflichtungen hat Matthias Sammer zurückhaltend auf den geplanten Großangriff des BVB auf die Bayern reagiert. Der externe BVB-Berater gab sogar Uli Hoeneß recht.

Dortmund

, 07.07.2019, 12:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Matthias Sammer bremst Euphorie: Leistung macht dich zum Meister, nicht die Öffentlichkeit

Matthias Sammer stimmt Uli Hoeneß zu und findet, dass sich der „neue“ BVB erst beweisen muss. © imago

„Ich bin bei Uli Hoeneß, der gesagt hat: Alles, was der BVB gemacht hat, muss sich ja erst mal beweisen“, sagt Sammer dem SID: „Wer das sagt, der weiß, wie Fußball funktioniert. Es ist die Wahrheit!“

BVB investiert mehr als 100 Millionen Euro

Der BVB hat sich die Transfers von Mats Hummels (30 Millionen Euro + Boni /Bayern), Julian Brandt (25 Millionen/Leverkusen), Nico Schulz (26 Millionen Euro/Hoffenheim) und Thorgan Hazard (26 Millionen Euro/Gladbach) über 100 Millionen Euro kosten lassen. Dazu kommt der ablösefrei vom FC Barcelona verpflichtete Mateu Morey.

Vor allem für die Rückkehr von Mats Hummels lobt Sammer den BVB - anders als zuletzt Ralf Rangnick, der den BVB scharf kritisierte. „Sportlich betrachtet hat er über Jahre bewiesen, dass er ein großartiger Spieler ist“, sagt Sammer, der wie Michael Zorc findet, dass Hummels derzeit der beste deutsche Innenverteidiger ist.

Hummels kann Verantwortung übernehmen

Doch Sammer sieht nicht nur Hummels‘ rein sportlichen Wert. „Gleichzeitig bin ich aber der Meinung, dass Mannschaften Spieler brauchen, die in gewissen Konstellationen Verantwortung übernehmen“, so Sammer. Er hoffe für Hummels und Dortmund, „dass er der Leader ist, der er auch immer sein wollte“.

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Bayern-Präsident Hoeneß hatte die Transferoffensive des BVB schon vor einer Woche kritisch kommentiert: „Der BVB hat viele Spieler gekauft. Ob er sich verstärkt hat, sehen wir im Laufe der Saison“, sagter er am Rander der Filmpremiere von „Kroos“.

Sammer wartet lieber den Saisonauftakt ab

Sammer, der erst kürzlich sein Engagemant bei Eurosport aus persönlichen Gründen beendet hatte, sieht das ähnlich. „Wenn alles, was jetzt schön ausschaut, was gut bewertet wird - wenn das nicht funktioniert, sind die, die das nach oben geschossen haben, die ersten, die persönlich beleidigt sind“, betont er. „Nicht die Öffentlichkeit oder die Beurteilung macht einen zum Meister macht, sondern die Leistung, die Spieler und ein Verein bringen.“

Eine erste Tendenz über das Leistungsvermögen des BVB könnte das direkte Duell mit dem FC Bayern im Supercup am 3. August liefern. Zwei Wochen später startet der BVB mit einem Heimspiel gegen den FC Augsburg in die neue Saison.

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