Mario Götze über Teamgeist, die Stürmer-Position und seine Verantwortung beim BVB

Borussia Dortmund

Mario Götze hat sich im BVB-Trainingslager in Marbella zur guten Hinrunde geäußert. Er lobt den Teamgeist und ist beim Blick auf seinen 2020 auslaufenden Vertrag „total entspannt“.

Marbella

, 09.01.2019 / Lesedauer: 4 min
Mario Götze über Teamgeist, die Stürmer-Position und seine Verantwortung beim BVB

„Wir können einen guten Grundstein legen. Wir genießen die gemeinsame Zeit hier in Spanien.“ - Mario Götze © Inderlied

Mario Götze über…

... das Wintertrainingslager: „Die Bedingungen hier sind optimal. Die Winterpause ist nicht sehr lang. Auch die Vorbereitung auf die Rückrunde nicht. So viele Themen kann man da gar nicht bearbeiten. Aber wir können einen guten Grundstein legen. Wir genießen die gemeinsame Zeit hier in Spanien.“



... den Teamgeist: „Den Teamgeist sieht man, glaube ich, auch auf dem Spielfeld. Das ist vor allem in schwierigen Situationen wichtig, da muss man ihn spüren. Das haben wir in der Hinrunde gut hinbekommen. Aber auch neben dem Platz haben wir einen guten Zusammenhalt.“



... die Lockerheit im BVB-Training: „Ich weiß nicht, ob der Trainer das bewusst macht, aber es macht Spaß. Natürlich ist Ernsthaftigkeit da, aber gerade über einen längeren Zeitraum, wenn man so viel trainiert wie wir hier, dann tut ein bisschen Lockerheit auch gut. Das Wichtigste ist, dass wir unsere Ziele gemeinsam angehen. Jeder ist bei der Sache.“

Video
Mario Götze über eine besondere Hinrunde

... die Rückrunde: „Es hilft nichts, wenn wir uns Gedanken darüber machen, was in 17 Spielen alles passieren kann. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken, auch wenn das abgedroschen klingt. Das ist das Entscheidende. Wir wissen, wie schnell, es gehen kann, wenn man mal zwei oder drei nicht so gute Spiele hat. In Düsseldorf haben wir es erlebt. Der Grat ist schmal.“



... sechs Punkte Vorsprung: „Die Ausgangsposition ist ein Verdienst der Hinrunde. Aber wir hatten auch enge Spiele, manchmal waren die Ergebnisse glücklich. Es kann ganz schnell auch in die andere Richtung gehen, siehe Düsseldorf. Das wissen wir und darauf sind wir vorbereitet. Wir haben sehr schwierige Auswärtsspiele und wir wissen, dass sechs Punkte nicht die Welt sind.“



... Verantwortung und Aufgaben: „Wir sind dafür verantwortlich, den jungen Spielern etwas mitzugeben. Es ist aber auch nicht so, dass wir den Jungs erklären müssen, dass es wichtig ist, nur von Spiel zu Spiel zu denken. Der Mai und alles, was da vielleicht sein kann, ist für uns noch sehr, sehr weit weg. Wir können nicht vorhersagen, was in der Rückrunde passieren wird und vor welche Aufgaben oder schwierige Situationen wir gestellt werden. Aber der Teamgeist stimmt. Das ist eine wichtige Grundlage.“



... Kampfansagen der Bayern: „Das ist deren Sache. Die Bayern müssen ihre Situation sehen, wir unsere.“

... die Stürmerposition: „Ich habe kein Problem mit der Position. Ich fühle mich auch vorne drin ziemlich wohl, wenn es eine spielerische Neun ist. Wenn viele Rotationen drin sind, wenn ich mal mit der Zehnerposition tauschen kann, wenn ich mal auf den Flügel gehen kann. Ich bin sicherlich kein klassischer Stürmer, der vorne auf die Bälle wartet. Ich fühle mich wohl mit der Rolle, so wie ich sie bei uns spiele.“



... die Auswechslungen: „Das gehört dazu. Wenn Paco reinkommt und ein Tor macht, ist alles okay. Sonst natürlich nicht (lacht).“



... Identifikation mit dem BVB: „Es ist wichtig, dass Spieler wie Marco oder ich Dortmund sehr, sehr gut kennen. Das ist ein Faktor, der mit reinspielt. Auch für die anderen Spieler. Aber Identifikation ist nicht alles, es geht darum, dass alle Rädchen ineinandergreifen.“



... seine gute Leistung gegen Gladbach: „Es war wichtig, die Hinrunde so abzuschließen. Aber die Winterpause ist nur ein kurzer Zwischenstopp. Es geht ja jetzt schon wieder weiter. Es ist wichtig, dass wir dran bleiben. 2018 interessiert nicht mehr.“

Mario Götze über Teamgeist, die Stürmer-Position und seine Verantwortung beim BVB

Mario Götze legte beim 2:1-Sieg des BVB gegen Borussia Mönchengladbach zum Ende der Hinrunde beide Tore auf. © imago

... die Parallelen mit den Meisterjahren 2011 und 2012: „Ich finde es schwierig, Parallelen zu ziehen. Es war eine andere Zeit, es war ein anderer Trainer, andere Spieler. Natürlich gibt es auch Faktoren für Erfolg, die sich seitdem nicht verändert haben. Ich find’s aber besser, wenn wir nur über diese Saison sprechen.“



... Jadon Sancho: „Er hat Super-Anlagen und eine tolle Hinrunde gespielt. Es ist wichtig, dass er jetzt weitermacht und seine Unbekümmertheit bewahrt. Ich hoffe, dass es für ihn so weiterläuft und er uns weiterhin so helfen kann.“



... den Wert einer möglichen Meisterschaft: „Das wäre überragend. 2011 und 2012 war es auch schon gigantisch.“



... seine Vertragssituation: „Ich bin total entspannt. Der Vertrag läuft bis 2020. Es gibt wichtigere Dinge im Moment, als darüber zu reden. Wir haben große Ziele in der Rückrunde. Darum geht’s. Den Rest werden wir besprechen, wenn es passt.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt

Dorstener Zeitung Borussia Dortmund

BVB-Zehner Mario Götze sammelt Pluspunkte für Gegenwart und Zukunft

Nach einem enttäuschenden Saisonstart hat sich Mario Götze beim BVB zurückgekämpft. Der 26-Jährige nimmt seine neue Rolle an - und gibt auf dem Trainingsplatz in Marbella Vollgas. Von Jürgen Koers

Lesen Sie jetzt