Mario Götze als Alternative – gegen Eintracht Frankfurt könnte er eine Chance bekommen

dzBorussia Dortmund

Mario Götze ist beim BVB eigentlich schon abgeschrieben. Aufgrund der aktuellen Personallage könnte er wieder eine Rolle bei Borussia Dortmund spielen.

Dortmund

, 11.02.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das abenteuerliche Abwehrverhalten beim 3:4 in Leverkusen und die Verletzung von Julian Brandt bringen Borussia Dortmund in Handlungsnot. Lucien Favre braucht einen Alternativplan. Schlägt jetzt die Stunde von Mario Götze?

Gebetsmühlenartig verwies Lucien Favre auf das Vorjahr. Auch da, meinte Borussia Dortmunds Trainer im Herbst beinahe im Wochenrhythmus, habe Mario Götze ja in der Hinrunde ja eher selten, „danach dann aber fast immer“ gespielt. Die Diskussion ermüdete ihn. Immer wieder diese Fragen nach Götze. Favre war gewarnt worden, dass der Weltmeister-Torschütze in den Medien eine besondere Beachtung finde, die Wucht der immer gleichen Debatten aber überraschten den Schweizer dann doch.

Um Mario Götze ist es ruhiger geworden beim BVB

Mittlerweile wird nur noch selten über Mario Götze gesprochen. Als im ereignislosen Trainingslager in Marbella der Boulevard Götzes vermeintlich feststehenden Abschied im Sommer verkündete, sah sich Sportdirektor Michael Zorc zu einem Dementi veranlasst. Ansonsten gab es nicht viel zu erzählen über den 27-Jährigen.

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Denn Favres Vorsehung hatte sich nicht erfüllt. Götze spielt auch nach der Winterpause bislang gar nicht oder, wie am Samstag in Leverkusen, nur kurz. In Giovanni Reyna hat ihn auch noch ein 17-Jähriger überflügelt. Reyna ist häufig Favres erste Wahl bei Einwechslungen. Götze spielte in den fünf Pflichtspielen nach der Winterpause nur ganze drei Minuten.

Götze könnte beim BVB nun wieder ein Thema werden

Nach dem 3:4 aber wird sich Favre etwas einfallen lassen müssen. Zum einen wegen der Darbietung seiner Elf, die für ihn wieder etliche Enttäuschungen parat hielt. Aber auch wegen der verschärften Personalsituation. Tatsächlich könnte Götze gleich für zwei Szenarien nun wieder ein Thema werden.

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Julian Brandts Bänderverletzung trifft die Borussia zur Unzeit. Denn auch Kapitän Marco Reus ist aktuell verletzt. In Leverkusen spielte Brandt auf der Reus-Position ordentlich, nun muss Favre offensiv wieder puzzeln. Es sind mehrere Varianten denkbar, mit Thorgan Hazard auf der Zehn, Reyna wäre eine weitere Alternative. Die Frage, ob er als talentierter, aber gänzlich unerfahrener Spieler schon bereit ist für ein zu erwartendes intensives Duell mit der Eintracht, muss Favre realistisch bewerten. In Leverkusen mochte er den Amerikaner in dieses Feuer noch nicht schicken.

Götzes gute Technik rückt in den Vordergrund

Als der Spieler mit dem wohl besten ersten Kontakt im Dortmunder Kader wäre Götze eine gute Alternative. Als Bindeglied zwischen defensivem Mittelfeld und Sturm könnte das einstige Jahrhunderttalent sein Auge und Gespür für die richtige Aktion in die Spitze perfekt einbringen.

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Götze kommt aber für eine weitere Stelle im Team infrage. In Leverkusen war die Idee mit der Umstellung auf eine Viererkette und Emre Can als robustem Abfangjäger davor auf dem Reißbrett eigentlich perfekt konzipiert. Sie funktionierte vor allem nach der Halbzeit aus den verschiedensten Gründen nicht mehr.

BVB-Mittelfeld: Mario Götze könnte den Ball als Achter nach vorne tragen

Langfristig, vielleicht schon am Freitag, wird Can aber in der Abwehr seinen Platz finden. Und daheim gegen Eintracht Frankfurt könnte Favre statt der defensiven Variante einen offensiven Spieler mehr ins Mittelfeld einbauen, der wie Brandt auf der Acht den Ball nach vorne tragen kann.

Und vielleicht erinnert sich Lucien Favre ja an den Winter-Test gegen den FSV Mainz 05 in Marbella. Da testete Favre Mario Götze auf dieser Position, der bekam später vom Trainer sogar ein ausdrückliches Lob für seine Leistung. Weiter vertieft hat Favre diese Planspiele bislang noch nicht.

Mario Götze drohte ein sang- und klangloser Abschied aus Dortmund, einer aus der zweiten Reihe, ohne große Beachtung durch die Fans. Die zugespitzte Situation beim BVB aber bietet nun doch noch eine Chance für den 27-Jährigen.

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