Lukasz Piszczek lebt seinen Traum

Komplettes Kontrastprogramm

Seinen persönlichen Traum erlebt seit gut sechs Monaten der Pole Lukasz Piszczek (25.). Der BVB holte Piszczek vom Absteiger Hertha BSC Berlin, seither erlebt er das komplette Kontrastprogramm.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 18.01.2011, 21:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sechs Treffer hat Lukasz Piszczek bislang vorbereitet, so viele wie kein anderer Verteidiger in der Bundesliga.

Sechs Treffer hat Lukasz Piszczek bislang vorbereitet, so viele wie kein anderer Verteidiger in der Bundesliga.

Piszczek schleppte zwei Verletzungen durch die Vorbereitung, „das ist nie gut, wenn du in eine neue Mannschaft kommst“. Patrick Owomoyela war gesetzt, „also musste ich auf meine Chance warten“. Die kam am siebten Spieltag, seither verpasste Piszczek kein Spiel und stand bis auf die Auswechslung in der Halbzeit der Europa League-Partie in Paris immer auf dem Platz. Mit der Spielpraxis wuchs sein Selbstvertrauen. Heute spielt Piszczek seine Stärken aus, muss seinen immensen Vorwärtsdrang bisweilen sogar zügeln und hat sich mit immer beständiger werdenden Leistungen in die kicker-Rangliste der besten Rechtsverteidiger der Bundesliga gespielt, wo er vom deutschen Fußball-Fachmagazin in die Kategorie „Im Blickpunkt“ eingeordnet wurde. „Der Abstieg mit Berlin“, sagt er ehrlich, „tut mir heute noch weh. Aber du musst das abhaken und nach vorne gucken. Sonst belastet es Dich zu sehr.“

Mit dem Wechsel zum BVB musste Piszczek sein Spiel umstellen. „Wir spielen viel schneller nach vorn als in Berlin“, sagt er. „Und wir stehen defensiv viel höher.“ Zwei Jahre Vorsprung im Einüben der Automatismen hatten seine Nebenleute, Piszczek hat schnell gelernt. „Noch“, sagt er, „haben wir nichts erreicht. Wir dürfen nicht zu weit nach vorne gucken.“ Auch den allgemeinen Sprachgebrauch hat er schnell verinnerlicht. 

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