Lothar Matthäus über den BVB-Auftritt: „Das darf einer Spitzenmannschaft nicht passieren“

Borussia Dortmund

Nicht konzentriert genug, nicht schlau genug, nicht robust genug. Das wirft Lothar Matthäus dem BVB in der Schlussphase gegen Eintracht Frankfurt vor - macht Schwarzgelb aber trotzdem Mut.

Dortmund

, 24.09.2019, 14:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lothar Matthäus über den BVB-Auftritt: „Das darf einer Spitzenmannschaft nicht passieren“

Lothar Matthäus ist bekannt für seine klare Meinung. Dem BVB macht er deutliche Vorwürfe. © Guido Kirchner

Den Anspruch Deutscher Meister zu werden, hat Borussia Dortmund vor der Saison klar geäußert. Der daraus entstandene Druck ist für Lothar Matthäus keine Ausrede für den späten 2:2-Ausgleichstreffer gegen Eintracht Frankfurt.

„Ich glaube nicht, dass das nun öffentlich vorgegebene Ziel der Meisterschaft in Dortmund ein negativer Druck ist, der die Spieler hemmt. Das ist und muss ein positives Gefühl sein“, so Matthäus in seiner Sky-Kolumne. Denn ansonsten hätten die Spieler „den Beruf verfehlt.“

„Wenn man Meister werden will, muss man anders auftreten“

Ein Unentschieden gegen die „Mentalitätsmonster“ aus Frankfurt könne passieren, immerhin sei das Eigentor von Thomas Delaney sehr unglücklich gewesen. Dennoch sei klar, dass der BVB in der Schlussphase gegen die Eintracht die Spielzüge besser zu Ende spielen, die Fehlpässe vermeiden und die Positionen halten müsse, so Matthäus.

Lothar Matthäus über den BVB-Auftritt: „Das darf einer Spitzenmannschaft nicht passieren“

Lothar Matthäus hat 150 Länderspiele für Deutschland absolviert und kennt sich mit Druck aus. © imago images / MIS

„Wenn man Meister werden will, muss man anders auftreten. Sie schaffen es zu oft nicht, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Das darf einer Spitzenmannschaft nicht passieren.“ Das sei auch der Anspruch von Marco Reus, der seiner Enttäuschung im Interview nach der Partie freien Lauf ließ. Vielleicht hätte er noch ein wenig Frust nach den vielen vergebenen Chancen im Spiel gegen Barcelona in sich getragen, so Matthäus. Oder es sei einfach die Wut gewesen, weil er unbedingt die Meisterschaft gewinnen will.

Matthäus glaubt weiterhin an die Meisterschaftschance

Personell sei der BVB mit Reus, Sancho, Hummels, Witsel und Co. in dieser Saison perfekt aufgestellt. Auch die verletzungsbedingte Auswechslung von Hummels, zu dem Matthäus nach dem Spiel gegen Barcelona sagte, dass er mit dieser Leistung zu den „besten Innenverteidigern Deutschlands“ gehöre, sei kein Grund für den verspielten Sieg gewesen.

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Es ginge nur darum, in engen Spielen noch besser die Konter auszuspielen, die Reihen eng zu machen und nach hinten zu arbeiten. An die Meisterschaftschancen glaubt Matthäus weiterhin - wenn Schwarzgelb konstanter auftritt. „Nur dann reicht es am Ende zum Titel.“

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