Löw hat BVB-Kapitän Reus noch auf dem EM-Zettel - unter einer Bedingung

Borussia Dortmund

Joachim Löw hat Marco Reus noch auf dem Zettel für die Europameisterschaft im Sommer. Der Bundestrainer stellt jedoch eine wichtige Forderung an den BVB-Kapitän.

Dortmund

, 30.03.2021, 15:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bundestrainer Joachim Löw (r.) hat BVB-Kapitän Marco Reus für die Europameisterschaft noch auf dem Zettel.

Bundestrainer Joachim Löw (r.) hat BVB-Kapitän Marco Reus für die Europameisterschaft noch auf dem Zettel. © imago / Team 2

Am Dienstag ist Marco Reus wieder ins BVB-Training eingestiegen, die Schmerzen und Blutergüsse nach dem üblen Foul des Berliners Vladimir Darida sind mittlerweile abgeklungen. Reus hat danach das Spiel in Köln verpasst und auch das zurückliegende spielfreie Wochenende genutzt, um sich von den BVB-Physiotherapeuten behandeln zu lassen. Etliche DFB-Kollegen bereiten sich parallel in Düsseldorf auf das letzte von drei Länderspielen in der WM-Qualifikation gegen Nordmazedonien vor. Der 31-Jährige fehlt. Mal wieder, muss man sagen.

Bundestrainer Löw telefoniert mit BVB-Kapitän Reus

Im Vorfeld der Nominierung für diese Länderspielmaßnahme habe er mit Reus telefoniert, erklärte Bundestrainer Joachim Löw am Dienstag. „Er hat am Telefon klar gemacht, dass er jetzt ausfallen würde, ich habe darüber auch mit seinem Trainer gesprochen“, erklärte Löw. „Es war ein übles Foul, insofern hat er sogar Glück gehabt, dass es nicht viel länger dauert.“

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Die deutsche Mannschaft hat den Start ins EM-Jahr genutzt, um auch ohne Reus den großen Imageschaden nach dem 0:6 in Spanien zu reparieren, die nächste Generation um die jungen Serge Gnabry und Leroy Sane wusste dabei durchaus zu überzeugen. Löw hat den Dortmunder allerdings für das EM-Turnier noch auf dem Zettel, wie er bekräftigte: „Wir haben jetzt vereinbart, dass wir abwarten und schauen, wie er sich fühlt, ob er körperlich gesund ist.“ Reus, so Löw, sei ein überragender Fußballer, der Bundestrainer stellte aber klar, dass das allein kein Kriterium für eine Nominierung sein wird: „Er braucht eine unbedingte Fitness!“

BVB-Kapitän Reus und die großen Turniere - eine spezielle Geschichte

Marco Reus und die großen internationalen Turniere mit der DFB-Elf, das ist eine ganz spezielle Geschichte. 2014 verletzte er sich im letzten Test vor der Abreise nach Brasilien und schaute mit eingegipstem Fuß zu, wie seine Kollegen in Rio den WM-Pokal in die Höhe stemmten. Zwei Jahre später war der Aufschrei groß, als Löw Reus erneut nicht nominierte - bis öffentlich wurde, dass er wegen einer Schambein-Entzündung nur locker geradeaus laufen konnte und erneut mehrere Monate ausfallen würde. 2017 riss er sich im Pokalfinale das hintere Kreuzband an, die Pause dauerte bis ins Frühjahr des WM-Jahrs 2018. In Russland stand Reus endlich einmal im Kader, ging allerdings mit einem enttäuschenden deutschen Team schon in der Vorrunde baden.

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Realistisch betrachtet bietet die paneuropäische EM Reus fast schon die letzte Chance, bei einem großen Turnier dabei zu sein und auch etwas zu gewinnen. Die jüngere Generation hat die Verschiebung der Europameisterschaft aufgrund der Corona-Situation genutzt, um sich weiterzuentwickeln, der Konkurrenzkampf im offensiven Mittelfeld ist groß. Auf Erbhöfe darf der Dortmunder nicht hoffen.

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