Lars Ricken möchte Moukoko eine Option geben: Es geht nicht darum, einen Rekord zu knacken

Borussia Dortmund

Erfolgreiche Wochen liegen hinter BVB-Nachwuchskoordinator Lars Ricken, sportlich überzeugen die U17 und U19. Nun spricht Ricken über die Zukunft, den US-Markt und Moukoko.

Dortmund

, 26.02.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Könnte BVB-Jugendspieler Youssoufa Moukoko schon bald in der Bundesliga auflaufen?

Könnte BVB-Jugendspieler Youssoufa Moukoko schon bald in der Bundesliga auflaufen? © Peter Ludewig

Es sind erfolgreiche Tage, auf die BVB-Nachwuchskoordinator Lars Ricken blicken kann. Die U17 und U19 von Borussia starteten erfolgreich in das Jahr 2020 und marschieren weiterhin jeweils durch die Bundesliga-West. Beide Teams als Zweitplatzierter, beide hinter den Jugendteams des 1. FC Köln.

„Die Leistungen der U17 sind bis jetzt großartig, da man nicht vergessen darf, dass wir hier mit einer halben U16-Mannschaft unterwegs sind“, erzählt Ricken im BVB-Mitgliedermagazin vor dem Bundesliga-Spiel der Profis gegen den SC Freiburg. Ricken spielt darauf an, dass regelmäßig fünf U16-Spieler in der U17 auf dem Platz stehen, während die gegnerischen in reinen U17-Teams auflaufen.

BVB-Nachwuchskoordinator Lars Ricken: Nicht nur den Meistertitel in der Jugend im Blick

Das Ziel ist klar formuliert: „Wir wollen jedem einzelnen Spieler die Möglichkeit geben, sich auf dem Stand zu entwickeln, der am besten zu ihm passt.“ Und diese Zielsetzung gilt auch für den Jahrgang da drüber. Es ginge nicht darum, Meister zu werden, so Ricken, „sondern darum, dass alle Mitarbeiter und alle Spieler die nötige Einstellung, Haltung und Motivation mitbringen, um diese Titel zu spielen.“

Lars Ricken sieht den BVB-Nachwuchs gut gerüstet.

Lars Ricken sieht den BVB-Nachwuchs gut gerüstet. © picture alliance / dpa

Bei einem seiner Nachwuchsstars braucht sich Ricken aktuell um diese Einstellung überhaupt keine Sorgen zu machen. Offensivtalent Youssoufa Moukoko. 15 Jahre alt, brilliert und überragt im U19-Bereich. 35 Tore in 26 Pflichtspielen in dieser Spielzeit sprechen für sich.

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Nun die Rückkehr zu den DFB-Junioren und schon bald die Chance, in der Bundesliga aufzulaufen? Einen entsprechenden Antrag hat Borussia Dortmund bei der DFL gestellt, möchte 16-jährige Spieler bereits in der Bundesliga einsetzen können. Im BVB-Mitgliedermagazin erklärt er die Gründe dafür: „Mit diesem Antrag geht es mir nicht darum, einen Rekord zu knacken, sondern darum, dass wir Youssoufa zumindest die Option geben, mit 16 Jahren in der Bundesliga eingesetzt werden zu dürfen.“

Der BVB will die Möglichkeit nutzen, wenn sie sich denn gibt, um Moukoko „an das höchste Level heranzuführen.“ Im November 2020 wird Moukoko 16, könnte dann für die Profi-Mannschaft des BVB auflaufen, wenn dem Antrag stattgegeben wird.

Zufrieden zeigt sich der 43-jährige Ricken derweil mit den Entwicklungen der Investitionen und Scoutingarbeit im Nachwuchs, insbesondere mit Blick auf die US-Amerikaner Giovanni Reyna und Ex-Borusse Christian Pulisic.

Ricken sieht positive US-Arbeit des BVB

„Mit Christian und Gio sind uns zwei großartige Coups gelungen“, sagt Ricken und sieht sich auch für die Zukunft bestens gerüstet: „Durch diese beiden erfolgreichen Beispiele haben wir im US-amerikanischen Markt natürlich einen Fuß in der Tür, weil wir bewiesen haben, dass die Integration bei Borussia Dortmund erfolgreich aussehen kann.“

Optimistisch gibt sich Ricken, dass weitere Nachwuchstalente in den nächsten Jahren den Durchbruch beim BVB schaffen werden: „In der neuen U19 werden wir voraussichtlich sieben aktuelle Jugend-Nationalspieler haben, vielleicht sogar mehr. Ich bin mir sicher, dass wir davon den einen oder anderen irgendwann im Signal Iduna Park auflaufen sehen werden.“

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