Königliches Interesse an Kruska

DORTMUND Beim Gang in die Kabine behielt Marc-Andre Kruska die vorher im Training einstudierte Abwehrhaltung der Einfachheit halber gleich mal bei. „Nein, eigentlich will ich dazu nichts sagen“, lautete sein knapper Kommentar zu einer Meldung, die – wenn sie stimmt– beinahe einer Sensation gleicht. Real Madrid, so heißt es, buhlt um die Dienste des U21-Nationalspielers von Borussia Dortmund.

von Von Dirk Krampe

, 31.07.2008, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit seinen 21 Jahren hat Kruska schon 96 Bundesliga-Spiele auf dem Buckel. Seine Wertschätzung beim BVB aber war dabei immer argen Schwankungen unterworfen. Noch vor Monaten lautete die offizielle Verlautbarung, man wolle ihm ein Jahr vor Vertragsende keine Steine in den Weg legen. Dann aber fand sich erstaunlicherweise kein Erstligist mit ernsthaftem Interesse. In der Vorbereitung unter Jürgen Klopp ist er bislang einer der Gewinner. Klopp sagte gestern: „In unserer Situation können wir nicht darüber nachdenken, jemanden abzugeben. Marc hat sich toll entwickelt, er ist ein Dortmunder Junge.“ Auch Manager Michael Zorc winkte ab: „Für uns kein Thema. Er ist unverkäuflich.“ Um dann nachzuschieben: „Irgendwann fängt man natürlich an nachzudenken.“

Dortmunds Personalsituation eine Woche vor dem Pflichtspielstart lässt freilich kaum einen Handlungsspielraum. Der Zeitpunkt von Tingas Rückkehr ist ungewiss, im Mittelfeld ist Kruska auch wegen seiner technischen Beschlagenheit ein vielseitig einsetzbarer Mann. Kurz bevor er verschwand, sagte Kruska dann doch noch was. Nein, mit Christoph Metzelder habe er noch nicht telefoniert, und, „ja, das Ganze macht mich schon ein wenig stolz.“ 

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