Kehls Distanzschuss reicht dem BVB zum Sieg

1:0 in Freiburg

Per Sonntagsschuss zum Sonntagssieg: Dank Kapitän Sebastian Kehl hat Borussia Dortmund das Auswärtsspiel beim SC Freiburg mit 1:0 (0:0) gewonnen und sich durch den achten Sieg in Serie gegen die abstiegsgefährdeten Breisgauer ein Vier-Punkte-Polster in der Tabelle erspielt.

FREIBURG

, 09.03.2014, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Sonntagsschuss" in Freiburg: BVB-Kapitän Sebastian Kehl.

"Sonntagsschuss" in Freiburg: BVB-Kapitän Sebastian Kehl.

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24. Spieltag: SC Freiburg - BVB 0:1 (0:0)

Der SC Freiburg bleibt der Lieblingsgegner von Borussia Dortmund. Auch dieses Mal gab es für die Breisgauer gegen den BVB nichts zu holen. Die Gäste festigten Platz zwei. Dank eines skurrilen Kunstschusses von Sebastian Kehl hat Borussia Dortmund seinen Höhenflug fortgesetzt. Der Fußball-Vizemeister feierte mit dem 1:0 (0:0) beim SC Freiburg seinen fünften Sieg in den vergangenen sechs Bundesligaspielen.
09.03.2014
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Henrikh Mkhitaryan (l.) behauptte den Ball gegen Christian Günter.© Foto: DeFodi
Konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft nur bedingt zufrieden sein: Jürgen Klopp.© Foto: DeFodi
Sebastian Kehl (r.) verfolgt Sebastian Kerk.© Foto: DeFodi
BVB-Jubel um Torschütze Sebastian Kehl (M.).© Foto: DeFodi
BVB-Jubel um Torschütze Sebastian Kehl (M.).© Foto: DeFodi
"Sonntagsschuss" in Freiburg: BVB-Kapitän Sebastian Kehl.© Foto: DeFodi
Philipp Zulechner (l.) schirmt den Ball gegen Mats Hummels ab.© Foto: dpa
SCF-Torhüter Oliver Baumann (l.) klärt vor Pierre-Emerick Aubameyang.© Foto: dpa
Sokratis (r.) springt höher als Philipp Zulechner.© Foto: DeFodi
Freiburgs Trainer Christian Streich.© Foto: DeFodi
Luftduell zwischen Philipp Zulechner (l.) und Kevin Großkreutz.© Foto: DeFodi
BVB-Trainer Jürgen Klopp.© Foto: DeFodi
Pierre-Emerick Aubameyang (M.) im Duell mit Christian Günter und Philipp Zulechner.© Foto: DeFodi
Julian Schuster (r.) ist vor Julian Schieber am Ball.© Foto: DeFodi
Gelson Fernandes (r.) foult Henrikh Mkhitaryan.© Foto: dpa
Schlagworte Borussia Dortmund,

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24. Spieltag: SC Freiburg - BVB 0:1 (0:0)

Der SC Freiburg bleibt der Lieblingsgegner von Borussia Dortmund. Auch dieses Mal gab es für die Breisgauer gegen den BVB nichts zu holen. Die Gäste festigten Platz zwei. Dank eines skurrilen Kunstschusses von Sebastian Kehl hat Borussia Dortmund seinen Höhenflug fortgesetzt. Der Fußball-Vizemeister feierte mit dem 1:0 (0:0) beim SC Freiburg seinen fünften Sieg in den vergangenen sechs Bundesligaspielen.
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Henrikh Mkhitaryan (l.) behauptte den Ball gegen Christian Günter.© Foto: DeFodi
Konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft nur bedingt zufrieden sein: Jürgen Klopp.© Foto: DeFodi
Sebastian Kehl (r.) verfolgt Sebastian Kerk.© Foto: DeFodi
BVB-Jubel um Torschütze Sebastian Kehl (M.).© Foto: DeFodi
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"Sonntagsschuss" in Freiburg: BVB-Kapitän Sebastian Kehl.© Foto: DeFodi
Philipp Zulechner (l.) schirmt den Ball gegen Mats Hummels ab.© Foto: dpa
SCF-Torhüter Oliver Baumann (l.) klärt vor Pierre-Emerick Aubameyang.© Foto: dpa
Sokratis (r.) springt höher als Philipp Zulechner.© Foto: DeFodi
Freiburgs Trainer Christian Streich.© Foto: DeFodi
Luftduell zwischen Philipp Zulechner (l.) und Kevin Großkreutz.© Foto: DeFodi
BVB-Trainer Jürgen Klopp.© Foto: DeFodi
Pierre-Emerick Aubameyang (M.) im Duell mit Christian Günter und Philipp Zulechner.© Foto: DeFodi
Julian Schuster (r.) ist vor Julian Schieber am Ball.© Foto: DeFodi
Gelson Fernandes (r.) foult Henrikh Mkhitaryan.© Foto: dpa
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"Da gehört natürlich ein bisschen Glück dazu", sagte Kehl. "Es war ein ganz schwieriges Spiel, Freiburg hat es hervorragend gemacht. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, letztlich war es ein bisschen glücklich." Mats Hummels erklärte: "Das war ein glücklicher Sieg für uns, das roch lange Zeit nach einem Unentschieden. Vor der Pause hatten wir Glück, dass Papa keine Rote Karte gesehen hat." Erstmals in dieser Saison musste der ohnehin verletzungsgeplagte BVB auf seinen Topstürmer Robert Lewandowski (15 Saisontreffer/Kreuzbanddehnung) verzichten. Da neben dem Polen in Freiburg auch Nationalspieler Marco Reus (muskuläre Probleme) kurzfristig ausfiel, kam Julian Schieber zu seinem ersten Startelf-Einsatz in der laufenden Saison. Ansonsten vertraute Dortmunds Trainer Jürgen Klopp jener Elf, die zuletzt Nürnberg mit 3:0 geschlagen hatte. Der zum ersten Mal berufene BVB-II-Youngster Tammo Harder komplettierte den 18er-Kader.

Auch ohne sein hochkarätiges Offensivduo übernahm der BVB zunächst die Initiative. Sehr früh attackierten die Dortmunder den Tabellenvorletzten. Bloß keine zweite HSV-Peinlichkeit (0:3) hieß offenbar die Devise, die Klopp dem Tabellenzweiten mit auf den Weg gegeben hatte. Doch der SC Freiburg benötigte nur sechs Minuten, um sich auf das Spiel der Dortmunder einzustellen, dann pressten sie ebenfalls früh und legten so die Mängel in der BVB-Kreativzentrale offen.Fehler reihte sich an Fehler, vor allem Kevin Großkreutz und Pierre-Emerick Aubameyang fanden auf Außen gar nicht in die Partie hinein. Die Folge: Mit Ausnahme eines harmlosen Freistoßes von Nuri Sahin (6. Minute) musste Freiburgs Keeper Oliver Baumann bis zur Pause überhaupt nicht mit seinen Händen eingreifen.

Die Gastgeber traten keineswegs auf die ein Tabellen-Vorletzter, mutig setzten sie den BVB unter Druck, offenbarten in der eigenen Offensivbewegung aber, warum sie nach Braunschweig das zweitharmloseste Team der Liga stellen. Nur einmal kamen die Freiburger gefährlich vor das Tor von Roman Weidenfeller, Sokratis blockte jedoch Vladimir Daridas Schuss im Sechzehnter ab - mithilfe der Hand (36.).

Der durchaus vertretbare Strafstoß-Pfiff blieb allerdings aus. Das Freiburger Publikum tobte. Dass Schiedsrichter Peter Gagelmann dem griechischen BVB-Verteidiger kurz vor der Pause nur die Gelbe Karte zeigte, nachdem er Philipp Zulechner als letzter Mann per eingesprungener Grätsche gestoppt hatte (43.), heizte die Atmosphäre zusätzlich an. Das Spiel jedoch blieb auf überschaubarem Niveau.

"Wir haben im Mittelfeld zu wenig kreiert", monierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc zur Pause, "das war unser Problem." Die Dortmunder immerhin schienen nach dem Seitenwechsel gewillt, an ihrer mageren Leistung zu schrauben. Endlich erspielte sich der BVB Chancen, zweimal jedoch brachte Schieber den Ball nicht im Tor unter (49., 52.).

Wesentlich besser machte es wenig später Sebastian Kehl. In einer eigentlich völlig harmlosen Situation schoss Dortmunds Kapitän auf den Kasten der Freiburger. Der Ball segelte über den verdutzten Baumann hinweg und fiel dann zur 1:0-Gästeführung in die Maschen (58.). Für Treffer wie diesen muss einst der Begriff "Sonntagsschuss" erfunden worden sein.Freiburg reagierte mit wütenden Attacken auf den schmerzhaften Nackenschlag, entwickelte jedoch auch weiterhin keine Durchschlagskraft im Angriff. Der BVB beschränkte sich auf vereinzelte Nadelstiche, verpasste nach Aubameyangs Hereingabe jedoch die Entscheidung, weil der eben erst eingewechselte Jonas Hofmann den Fuß nicht mehr an den Ball bringen konnte (75.). Es blieb bis zum Schlusspfiff ein enges, vor allem im Mittelfeld extrem umkämpftes Spiel - mit dem besseren Ende für den BVB, der sich sogar noch den Luxus erlauben durfte, beste Konterchancen (Hofmann, 88., Aubameyang, 90.+1) liegenzulassen. 

TEAMS UND TOR
BVB: Weidenfeller - Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer - Sahin (63. Kirch), Kehl - Aubameyang, Mkhitaryan (90.+2 Friedrich), Großkreutz - Schieber (74. Hofmann)
Freiburg: Baumann - Sorg, Krmas, Ginter, Günter - Schuster (76. Coquelin), Fernandes - Schmid, Darida (66. Kerk), Mehmedi - Zulechner (70. Klaus)
Tor: 0:1 Kehl (58.)
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Fernandes (4) / Sokratis (4), Mkhitaryan (5)

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