Julian Brandt trifft mit dem BVB auf seinen Ex-Klub Leverkusen – nicht alle freut das

Borussia Dortmund

Julian Brandt spielt am Samstag erstmals im Stadion von Bayer Leverkusen, seit er den Verein im Sommer verließ. Der Wechsel zu Borussia Dortmund wird ihm immer noch nachgetragen.

Dortmund

, 07.02.2020, 16:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Julian Brandt trifft mit dem BVB auf seinen Ex-Klub Leverkusen – nicht alle freut das

Am Samstag trifft Julian Brandt auf seinen Ex-Verein Bayer 04 Leverkusen. © picture alliance/dpa

Es war ein Ausflug in die alte Heimat. Eine Reise, für die er sich einen anderen Abschluss gewünscht hätte. Am Ende gab es für den gebürtigen Bremer Julian Brandt aber das Pokal-Aus gegen Werder.

Nun geht es für den 23-Jährigen erneut in bekannte Gefilde. Am Samstag tritt er mit Borussia Dortmund an im Bundesliga-Duell gegen Bayer 04 Leverkusen (Anstoß 18.30 Uhr). An dem Ort, wo Brandt seine ersten Schritte als Bundesliga-Fußballer machte, sich in die Nationalmannschaft spielte. National sowie international für Aufsehen sorgte.

Bayer-Fanszene nimmt Brandt den Wechsel zum BVB übel

Borussia Dortmund sicherte sich die Dienste des deutschen Nationalspielers im vergangenen Sommer. Fünf Jahre in Leverkusen waren von da an Vergangenheit. Den Wechsel nimmt ihm ein Teil der Bayer-Fanszene immer noch übel.

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Wie sehr die Verärgerung gärt, erlebte er beim Gastspiel der Leverkusener in Dortmund im September. Nach seiner Auswechslung musste Brandt am Leverkusen-Block vorbeilaufen. Die Gesten der Leverkusen-Anhänger waren eindeutig, die „Judas!“-Rufe ebenfalls.

Brandt nahm diese Umstände nach dem Spiel gelassen hin. „Das ist ja normal. Wenn so ein Wechsel zustandekommt, gibt es immer ein paar, die nicht einverstanden sind“, erklärte er und gab Einblick in seinen Gemütszustand: „Ich glaube, es ist nicht so wichtig, was viele Fans von mir denken. Es ist, glaube ich, eher wichtiger, was ich von dem Verein halte. Ich werde immer positiv über den Verein sprechen und ihm dankbar sein.“

Brandt hatte eine sportlich prägende Zeit in Leverkusen

Nun wird Brandt in der Leverkusener BayArena empfangen, was eher ungemütlich ausfallen wird. „Die Enttäuschung der Fans kann ich verstehen“, sagte Simon Rolfes, Sportdirektor von Bayer Leverkusen und ehemaliger Mitspieler Brandts, in dieser Woche dem „Kicker“, blickte aber lieber auf die sportliche Prägung Brandts im Trikot der Werkself: „Das waren fünfeinhalb Jahre, die schon zu großen Teilen sehr erfolgreich waren. Das wissen wir auch zu schätzen, auch wenn wir enttäuscht waren, dass er gegangen ist.“

Peter Bosz, ehemaliger Trainer von Borussia Dortmund und nun an der Seitenlinie von Bayer, hob auf der Pressekonferenz vor dem Spiel die sportlichen Komponenten des zentralen Mittelfeldspielers hervor: „Ich habe Julian Brandt als sehr guten Fußballer kennengelernt, das zeigt er nun auch beim BVB. Es hat etwas gedauert, aber jetzt hat er seine Position gefunden und macht es richtig gut da. Wir kennen ihn – aber das kann auch ein Vorteil sein.“

Für Brandt wird es aber definitiv eine besondere Rückkehr sein. Denn er kehrt nicht nur zum ersten Mal an seine alte Wirkungsstätte zurück, sondern wird auch auf seinen besten Freund treffen. Das ist Leverkusens Spielmacher Kai Havertz, der Brandt im Gespräch mit „Sport 1“ auf eine besondere Stufe hob: „Für mich ist er mit Sancho und Haaland momentan der beste Spieler bei Dortmund.“

„Natürlich vermisse ich ihn“, gab Havertz zu, „Jule ist ja nicht nur mein Mitspieler gewesen, sondern auch ein sehr guter Freund.“ Am Samstag spielt das für 90 Minuten keine Rolle.

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